Briatore kritisiert "Kaufsucht" von Red Bull:
Renault-Chef ärgert die überhöhten Gehälter

Austro-Rennstall "beginnt Sympathien zu verlieren"

Flavio Briatore, Teamchef des Renault-Rennstalls, hat das Red Bull Racing-Team wegen dessen "Einkaufstour" in der Formel 1 kritisiert. Die "Bullen" würden mit der Auszahlung von überhöhten Gehältern die Kosten in der Königsklasse des Motorsportes explodieren lassen. "In der Vergangenheit dachten wir, dass Ferrari am meisten Geld ausgibt. Vielleicht müssen wir umdenken. Red Bull hat in seiner ersten Saison viele Sympathien gewonnen, aber sie beginnen diese zu verlieren", meinte der Italiener gegenüber "auto, motor und sport".

Schon Ende Jänner hatte Briatore scharfe Kritik am österreichischen Team geübt. Der junge Rennstall habe die anderen Michelin-Teams hintergangen, als er dafür stimmte, Reifenwechsel während der Saison zu erlauben. Nick Shorrock, Formel-1-Projektleiter von Michelin, sagte dazu, dass er "sehr überrascht von Red Bulls Entscheidung" war. "Ende 2005 hatte Michelin einen Vorteil gegenüber dem Wettbewerber (Bridgestone/Anm.). Die Regeländerung wird diesen Vorteil reduzieren", meinte ein enttäuschter Shorrock gegenüber "GP2006.com".
(apa)