Es ist wieder soweit: Die Teenie-Welt steht Kopf. Der simple Grund: Vampire, Werwölfe und sonstige Wesen der Twilight-Saga melden sich zurück. Zusätzlich geht es in Breaking Dawn (zumindest laut Roman-Vorgabe) endlich zur Sache
Es ist der erste Teil vom großen Finale und eines kann vorweg genommen werden: Die spannenden Ereignisse passieren jetzt und wurden nicht à la Harry Potter für das finale Finale aufgespart. Breaking Dawn ist ein Abenteuer jenseits jeglicher Handlungsarmut.
Hochzeit, Sex, Tod
Teenager Bella (Kristen Stewart) heiratet endlich Vampir-Lover Edward (Robert Pattinson). Dann gehts ab in die Flitterwochen, wo es endlich passiert. Der erste Sex. Das Unmögliche wird möglich und Bella schwanger. Edward ist sofort klar: Das kann nichts Gutes sein. Und er soll Recht behalten. Das Ding wie der Großteil der Vampir-Familie Cullen das Ungeborene zu nennen pflegt, scheint die neue Miss Cullen von innen aufzufressen. Doch Bella weigert sich, ihr Baby abtreiben zu lassen. Lieber stirbt sie zur Missgunst von Edward und auch dessen Rivalen Jacob (Taylor Lautner). So wird Bellas Bauch zwar immer dicker, die Ehefrau selbst dafür umso hagerer und blasser. Als Klein-Renesmee dann hinaus will, schneiden die Vampire den Bauch der Schwangeren kurzerhand auf. Das Baby, ein Mädchen, lebt. Bella ist tot. Beziehungsweise bald untot
Zu brav
Soweit geht die Story von Breaking Dawn Teil 1. Viel mehr inklusive interne Querelen im Werwolf-Pack Action kann in einem Film kaum erwartet werden. Regisseur Bill Condon hat sich dabei brav an die Roman-Vorgabe gehalten. Leider
ein wenig zu brav
. Dass es im Twilight-(Teenie)-Universum richtig blutig und exzessiv à la True Blood wird, erwartet keiner, dennoch hätte ein wenig mehr Biss dem Film nicht geschadet.
Plätschern
Über Strecken wird brav Szene für Szene abgearbeitet. So wird zwar jegliche Gefahrenquelle eliminiert, der Handlung nicht folgen zu können, doch damit auch die Möglichkeit, sich richtig in den Film einzufinden. Ist man doch einmal richtig in die Geschichte eingetaucht, wird man auch schon wieder herausgerissen und weiter getrieben. Vor allem im Mittelteil wird großteils auf wirkliche Dialoge verzichtet, dafür umso größerer Wert auf Gesichts-Nahaufnahmen gelegt, wobei die Mimik der Schauspieler (vor allem jene von Kristen Stewart) zumeist wenig zu sagen vermag. Die dazu im überbordenden Maß eingesetzte Dauer-Drama-Musik, das fehlende Blut und der (trotz erstem Mal) fehlende Sex tun ihr übriges, dass das Geschehen auf der Leinwand über Strecken mehr dahinplätschert, denn mitreißt.
Ein Lächeln am Ende
Der Schluss jedoch vermag doch noch zu fesseln und die letzten Szenen machen vieles wieder wett. So verlässt man den Kinosaal mit dem Wissen, soeben eine Teenie-Schmonzette ohne Tiefgang dafür US-Prüderie deluxe gesehen zu haben. Da man jenen Saal aber hoffentlich ohnehin nicht mit diesen Erwartungen betreten hat, kann - und wird - man ihn getrost mit einem Lächeln verlassen.
Links:
"Breaking Dawn" - Offizielle Website
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