Brainfood von

Richtig essen im Büro

Welche Lebensmittel unser Gehirn auf Trab bringen und welche es lahm legen

Frau isst im Büro © Bild: Thinkstock

Spätestens nach der mittäglichen Portion Schweinsbraten sollten Sie sich nicht wundern, warum Ihnen jetzt 100 Mal mehr nach Bett denn nach Schreibtisch zumute ist. Während manche Lebensmittel unsere Energie in den Keller sacken lassen, verhelfen uns wiederum andere zu geistigen Spitzenleistungen. Was also tut unserem Gehirn gut und was nicht? News.at befragte die Ernährungsexpertin Angelika Kirchmaier zum Thema Brainfood.

"Unser Gehirn knabbert uns rund 20 Prozent der Gesamtenergie weg. Das Grundprinzip lautet daher: Dem Gehirn so viel wie möglich geben", weiß die Expertin. So viel wie möglich vom Richtigen, wohlgemerkt! "Damit das Gehirn gut arbeiten kann, braucht es die richtige Nahrung. Isst man dagegen das Falsche oder zu üppig, kann es nicht optimal arbeiten", so Kirchmaier.

Trinken, trinken, trinken

Allem voran sollte man ausreichend trinken. Denn nur so kann die Energie gut durch den Körper fließen. Dabei rät Kirchmaier von Pauschalisierungen wie "zwei bis drei Liter pro Tag" ab. Stattdessen empfiehlt sie folgende Faustregel: 40 ml/kg Normalgewicht. Bei einer 1,80 Meter großen Person, die 75 Kilo wiegt, wären das drei Liter täglich. Doch auch hier ist Vorsicht geboten, da die notwendige Flüssigkeitsmenge stets auch von anderen Faktoren abhängt, wie etwa dem Alter, dem Geschlecht, der körperlichen Aktivität sowie Statur, dem Verhältnis von Größe zu Gewicht sowie der Umgebungstemperatur.

Getränke-No-gos

Natürlich macht es auch wenig Sinn, literweise Cola in sich hineinzuschütten. Während Limonaden, Eistees und unverdünnte Fruchtsäfte eher kontraproduktiv sind, helfen Wasser und ungesüßte Tees den kleinen grauen Zellen am ehesten auf die Sprünge. Kirchmaier erklärt, warum: "Unser Blut hat eine gewisse Konzentration an Mineralien. Was wir trinken, sollte weniger oder maximal gleich viele Mineralien enthalten. Enthält das Getränk dagegen mehr Mineralien als im Blut vorhanden, muss der Körper Flüssigkeit zuschießen." Sprich: Limos und Co. stillen den Durst nicht, sondern machen ihn nur noch größer.

Ohne Zucker geht's nicht

Das Gehirn lebt ausschließlich von Glucose, sprich von Traubenzucker. "Sämtliche Lebensmittel, die dem Gehirn Traubenzucker liefern, sind daher ideal", weiß Kirchmaier. Dabei unterscheidet sie zwischen dem reinen Traubenzucker und jenem Zucker, der langsam ins Blut aufgenommen wird. Während Erster für einen schnellen Energiekick sorgt, garantiert Zweiterer, dass unsere Gehirnleistung über einen längeren Zeitraum konstant hoch bleibt. Den sogenannten "langsamen" Zucker können wir unserem Körper z.B. in Form von Vollkornprodukten, Obst, Gemüse und Salaten zuführen.

Essens-No-gos

Je fettreicher dagegen eine Speise, umso länger braucht der Magen, um das Fett aufzuspalten. Die Folge ist ein uns allen bekanntes Phänomen: Die Energie geht in den Magen anstatt in unser Gehirn. Und wir, wir fühlen uns müde und schlapp.

Tipps gegen den Heißhunger

Bekommt das Gehirn zu wenig Energie, ruft es nach schnellen Zuckern - der Heißhunger übermannt uns. Wird es dagegen mit ausreichend Glucose versorgt, kommt es gleich gar nicht erst zu dieser Notfallsituation. Um einer Heißhungerattacke vorzubeugen, empfiehlt es sich, Obst und Gemüse, eine Scheibe Vollkornbrot, ein selbstgemachtes Vollkornkeks oder eine Schüssel Salat zu essen. Auch Trockenfrüchte und Nüsse bringen das Gehirn wieder auf Trab. Letztere versorgen uns mit einer guten Portion Vitamin B, was wiederum die Konzentration fördert. Nicht empfehlenswert sind dagegen Kekse oder Schokolade. Sie bringen zwar den bereits erwähnten schnellen Energiekick, gefolgt allerdings von einem raschen Leistungsabfall.

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