BP flattert die erste Rechnung ins Haus:
US-Regierung fordert 69 Millionen Dollar

Kosten für Beseitigung der Ölpest im Golf von Mexiko Plus: Trichter soll nun ausströmendes Öl abpumpen

BP flattert die erste Rechnung ins Haus:
US-Regierung fordert 69 Millionen Dollar © Bild: APA/EPA

Auf den britischen Energiekonzern BP kommen wegen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko hohe Kosten zu. Die US-Regierung schicke BP eine erste Rechnung über 69 Millionen Dollar. Darin sind die bisherigen Ausgaben zur Beseitigung der schlimmsten Ölpest in der US-Geschichte aufgelistet. Die US-Steuerzahler sollen damit ihr Geld zurückerhalten. BP muss die Rechnung bis 1. Juli zahlen.

Welche Kosten in Folge des Unglücks insgesamt auf BP zukommen werden, ist noch immer völlig ungewiss. Die Schätzungen haben eine extreme Spannweite: Die niederländischen Bank ING tippt auf 5,3 Milliarden Dollar, Credit Suisse hält bis zu 37 Milliarden Dollar für möglich.

Nach einer Reihe von Fehlschlägen erzielten Experten von BP einen Teilerfolg bei der Eindämmung der Ölpest. Mit einer ferngesteuerten Riesenzange durchtrennten sie in mehr als 1.500 Meter Meerestiefe die defekte Ölleitung, aus der seit April Öl ausströmt. Die Hoffnung richtete sich nun auf einen Trichter, der über der Schnittstelle das Öl abpumpen sollte.

US-Präsident Obama zeigte sich unterdessen wütend über die Situation im Golf von Mexiko, weil hier jemand nicht an die Konsequenzen seines Handelns gedacht habe. Der britische Ölkonzern habe bei dem Unfall nicht schnell genug reagiert, sagte Obama auf CNN. Obama wollte am Freitag zum dritten Mal seit der Explosion an Bord der Bohrinsel "Deepwater Horizon" am 20. April an die Golfküste fahren, um sich ein Bild von der Lage zu machen.

(apa/red)

Die Welt