Ein Ex-Soldat hat aus womöglich rassistischen Gründen ein Blutbad in einem Sikh-Tempel im US-Staat Wisconsin angerichtet. Der Mann hat sechs Menschen erschossen. Ein Polizist hat daraufhin den Attentäter erschossen. Der Täter gehörte laut CNN einer Neonazi-Musikgruppe an. Womöglich verwechselte er die Sikhs und wollte Muslime treffen. Die Polizei bestätigte dies zunächst nicht. Sie geht bei der Tat in Oak Creek aber von einem Terrorakt aus.
Der 40-jährige Wade Michael Page wurde 1998 wegen wiederholten "Fehlverhaltens" aus dem Militär entlassen, wie Medien unter Berufung aufs Pentagon berichteten. Weil er betrunken im Dienst erschien, sei er 1998 degradiert worden. Das Rassismusforschungsinstitut Southern Poverty Law Center erklärte, Page sei der Kopf einer rassistischen Rockband namens "End Apathy" (Schluss mit der Apathie) gewesen, die die Überlegenheit von Weißen propagiert habe.
Rache für 9/11?
Nach Angaben des Polizeichefs gehen die Behörden davon aus, dass der Schütze allein gehandelt habe. Spekulationen, nach denen der Todesschütze seine Opfer mit Muslimen verwechselt haben könnte, stützen sich unter anderem auf Augenzeugenberichte. Demnach soll der Täter eine "9/11"-Tätowierung getragen haben, möglicherweise zum Gedenken an die Anschläge vom 11. September 2001.
Auch Präsident der Tempel-Gemeinde unter Toten
Die sechs Todesopfer sind fünf Männer und eine Frau im Alter zwischen 39 und 84 Jahren, wie der Polizeichef von Oak Creek, John Edwards, auf einer Pressekonferenz sagte. Zu den Toten zählt auch der Präsident der Tempel-Gemeinde, Satwant Kaleka. Drei Menschen wurden bei der Attacke schwer verletzt, darunter ein Polizist. Der Schütze habe auf ihn acht- bis neunmal aus nächster Nähe gefeuert, bevor ein anderer Polizist den Täter erschoss, schilderte Edwards.
US-Präsident Obama rief nach dem Blutbad die US-Amerikaner auf, in sich zu gehen und nach Möglichkeiten zur Gewalteindämmung im Land zu suchen. Er selbst wolle Vertreter der Strafverfolgungsbehörden, Gemeinde- und religiöse Führer sowie Politiker auf allen Ebenen zusammenbringen, "um zu sehen, wie wir weitere Fortschritte machen können", sagte Obama am Montag im Weißen Haus.
Obama: "Wir sind ein Volk"
"Schreckliche, tragische Vorfälle" wie jetzt im US-Staat Wisconsin ereigneten sich zu häufig, um nicht nach zusätzlichen Wegen zur Verringerung von Gewalt zu suchen. "Und ich glaube, es wird sehr wichtig für uns sein zu bekräftigen, dass wir in diesem Land füreinander sorgen und uns gegenseitig respektieren, egal, wie wir aussehen, woher wir kommen, und zu wem wir beten", sagte der Präsident. "Wir sind ein Volk."
Kommentare
Egal, was ist.. ..es sind immer die Muslime schuld. Ein Rechtsextremer hat genau wissen was ein Sikh ist und was ein Moslem ist. Daher bitte hört auf immer die Muslime in den Schmutz zu ziehen. Wenn jetzt auch die Orkane über die Staaten fegen wird es wohl in Zukunft auch an den Muslime liegen, die zuviel Methan produzierten wodurch die extreme Erdwärme hat dann die Umweltkatastrophe herbei geführt!! Langsam wirds echt schon zuviel! Rechtsextremisten sind gefährlich und das war ein Terrorists und gehört genau so bekämpft wie jede andere Bedrohung! Bestes Exampel ist noch immer Norwegen....
Re: Egal, was ist.. leider wird immer wieder deutlich dass es mit bildung in den rechten winkeln nicht ganz so rosig aussieht-in usa ist jeder der nen turban trägt ein sogenannter *raghead* oder *camel jockey* und der traurige fakt, dass die mit ihren zigtausen christlichen vereinigungen im namen gottes alles verteufeln was nicht aus europa oder usa kommt schwappt auch schon wieder zu uns rüber.
jeder 2 te schwarze in usa ist muslim-und das seit ewigen zeiten, die sind in usa in der mehrzahl und es graut mir vor dem tag an dem die zurückschlagen, denn irgendwann hat auch der friedlichste die nase voll
Re: Egal, was ist.. Nicht böse sein, aber Nation of Islam hat mit Islam genau so viel am Hut wie Scientology und die Kirche. Naja am ehersten ist der Name Islam die Synergie.
Aber! Das der Gangsta Rap die Schwarzen wieder erwecken lässt, lässt sich natürlich nicht vermeiden. Es ist eine tickendE Zeitbombe, aber solange in jedem Hollywoodstreifen ein CEO oder Polizist in black auftritt wird dies so schnell nicht MEHR passieren.