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Bisher unbekanntes
Virus lässt Ferkel zittern

Wiener Veterinärmediziner wiesen "atypische porzine Pestiviren" als Ursache nach

Neugeborene Ferkel können von heftigem Zittern befallen sein. Der Tremor kann dabei so stark sein, dass die Tiere keine Muttermilch saugen können. Die Ursache dafür war bisher unbekannt. Wiener Forscher berichten nun in der Fachzeitschrift "Veterinary Research", dass ein bisher unbekanntes Virus dafür verantwortlich ist. Der Erreger zählt zu den "atypischen porzinen Pestiviren".

Schon lange wurde ein Virus als Ursache für das "Ferkelzittern" vermutet, bereits etablierte Tests blieben bisher aber erfolglos, teilte die Veterinärmedizinische Universität Wien am Freitag in einer Aussendung mit. Erst die Charakterisierung der atypischen Pestiviren brachte die Wissenschafter auf eine neue Spur. Durch diese Sequenzdaten konnten sie einen weiteren Stamm dieser Viren identifizieren und einen neuen Test entwickeln.

Das Nachweisverfahren bestätigte aber nicht nur, dass in den erkrankten Ferkeln das Virus in hoher Zahl zu finden war. Die Forscher konnten den Erreger auch im Speichel und im Sperma von bereits geschlechtsreifen Schweinen nachweisen. Das Virus verbleibt offensichtlich nach einer Infektion lange Zeit im Organismus der Tiere, ohne dass diese Symptome zeigen, und könnte auch sexuell übertragbar sein.

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