Bis minus 26,7 Grad Celsius: Jänner 2006 war der kälteste Jahresbeginn seit 1987!

Überdurchschnittliche Anzahl von Sonnenstunden PLUS: So wird das Wetter in den nächsten Tagen

Einen äußerst strengen Winter bescherte den Österreichern der heurige Jahresbeginn. Wie aus der Statistik der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) hervorgeht, war es im Jänner zuletzt im 1987 so kalt wie heuer. In großen Teilen des Landes lag das Monatsmittel um 1,5 bis 3 Grad niedriger als sonst.

Absoluter Kältepol war Lunz am See in Niederösterreich. Hier wurden am 24. Jänner minus 26,3 Grad gemessen. In dem Ort schneite es auch so viel zuletzt vor 43 Jahren: Am 4. Jänner wurden 115 Zentimeter Gesamtschneehöhe gemessen, das bisherige Jänner-Maximum in Lunz waren 97 Zentimeter im Jahr 1963. In den ersten Jänner-Tagen wurden von mehreren Messstellen von Freistadt bis Lunz und Litschau, aber auch in Villach und Zeltweg, zuvor noch nie zuvor im Jänner gemessene Gesamtschneehöhen gemeldet.

"Übernormale" Niederschläge gab es im Norden Ober- und Niederösterreichs, in den Niederösterreichischen Kalkalpen, im Wiener Becken und im Nordburgenland. Die Summen betrugen 125 bis 200 Prozent des langjährigen Durchschnitts. Ansonsten wurden im Jänner 2006 nur "normale oder sogar weit unternormale" Monatsmengen registriert, errechnete die ZAMG.

Weit nach unten gingen die Temperaturabweichungen in Gebieten vom Salzburger Flachgau bis in das Waldviertel, ebenso im Süden Niederösterreichs und lokal in der Steiermark. Deutlich über null kletterte die Thermometeranzeige dafür in Feldkirch: Dort wurde am 28. Jänner mit 11,3 Grad die höchste Jänner-Temperatur gemessen.

Obwohl zumeist sehr frostig, zeigte sich der Jänner oft von seiner sonnigen Seite: Im ersten Monat des Jahres gab es eine überdurchschnittliche Anzahl von Sonnenstunden. Von allen Landeshauptstädten verzeichnete Innsbruck mit 141die meisten. Doppelt so oft wie sonst zeigte sich die Sonne über Linz (87 statt normal 42 Stunden). Eine deutliche Steigerung gab es auch in Wien (99 statt 56 Stunden). Am seltensten schien die Sonne über Bregenz (84 Stunden). (apa)