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Ultimative Liebesregeln

10 Maßnahmen, mit denen Sie Ihre Partnerschaft unglaublich verbessern können

Beziehungen - Ultimative Liebesregeln © Bild: Verlag/Thinkstock/iStockphoto

In jeder Beziehung gibt es Problemklassiker. Von "Er hört mir nicht zu!" bis zu "Sie will nie Sex!" tauchen in Partnerschaften stets die gleichen Problemchen auf, die oft sogar zum Scheitern der Liebe führen. Das muss nicht sein!

Dr. Harriet Lerner ist eine international renommierte Psychologin, die sich unter anderem auf Beziehungen spezialisiert hat. Sie ist sich ganz sicher: Nur 10 Maßnahmen können ausreichen, um eine Trennung oder eine unglückliche Partnerschaft zu verhindern! In ihrem neuen Buch "Beziehungsregeln" stellt sie 106 Regeln vor. Zehn davon, die einen besonders berühren und ansprechen, soll man zu seinen persönlichen, goldenen Regeln erklären und daran festhalten. Wir haben exemplarisch 10 Ansätze für Sie ausgewählt.

1. Verändern Sie sich als Erster
Wenn Sie wollen, dass Ihre Beziehung weiter den Bach hinabgeht, dann warten Sie einfach darauf, dass sich Ihr Partner als Erster ändert! Denn ändern können Sie nur sich selbst. Wenn Ihr Verhalten nicht immer nur eine Reaktion auf das Verhalten des anderen ist, sondern sich an Ihren eigenen Wünschen und Vorstellungen orientiert, werden Sie an Sicherheit gewinnen und festgefahrene Muster durchbrechen. In vielen Fällen ziehen die Partner dann als Reaktion mit - und ändern sich ebenfalls.

2. Lernen Sie die "Ich"-Sprache
"Du kommst immer zu spät!" oder "Du bist so unzuverlässig!" - das sind klassische Aussagen der "Du"-Sprache. Jede dieser Aussagen kann aber auch in eine "Ich"-Variante umgeändert werden. "Pünktlichkeit/Zuverlässigkeit ist für mich wirklich wichtig!" "Ich"-Aussagen sollen nur von Ihnen handeln und nicht tadeln. Damit erreichen Sie Ihren Partner eher als mit "Du"-Kommentaren, die meistens wertend und anklagend rüberkommen.

3. Es geht nicht darum, Recht zu haben
Wir können dem anderen gar nicht richtig zuhören, wenn wir bereits eine vorgefertigte Meinung haben und darauf abzielen, diese anzubringen. Anstatt den anderen verstehen zu wollen, wartet man meist nur darauf, bis der Partner ausgesprochen hat, um seine eigenen Standpunkte anzubringen. So sind Diskussionen aber überhaupt nicht produktiv! Verinnerlichen Sie, dass es nicht darum geht, Recht zu haben, sondern gemeinsam zu einer Lösung zu kommen.

4. Versuchen Sie nicht aus einer Katze einen Hund zu machen
Es gibt Eigenschaften, an denen kann man arbeiten. Etwa, wenn jemand nie gelernt hat, richtig zuzuhören. Es gibt aber auch Charakteristika, die wirklich zu einem Menschen gehören. Wenn Ihr Partner zurückhaltend und still ist, werden Sie ihn mit Nörgeleien nicht zum Entertainer machen. Seien Sie also in diesem Punkt realistisch und versuchen Sie den anderen nicht in seinen Grundeigenheiten zu verändern.

5. Legen Sie sich einen distinguierten britischen Hausgast zu
Dr. Lerner arbeitete einmal mit einem Pärchen, das sich bei seinen Streitereien haarsträubend verhielt und stets sehr laut wurde. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem es einen Untermieter (einen sehr höflichen, britischen Professor) bekam. Plötzlich wurden ihre Auseinandersetzungen zivilisierter (und produktiver!), weil sie sich vor dem Hausgast nicht so gehen lassen wollten. Was man daraus lernen kann: Die meisten Paare haben mehr Kontrolle über ihre Auseinandersetzungen, als sie eigentlich glauben. Also lassen Sie sich nicht unnötig gehen!

6. Warten Sie nicht, bis Sie "in Stimmung" sind
Eine unangenehme Wahrheit: Wenn Sie mit Sex immer warten, bis beide von Ihnen zur gleichen Zeit Lust haben, warten Sie womöglich sehr lange. Das Verlangen nach Sex nimmt in langjährigen Partnerschaften ab und tritt dann oft nur noch selten synchron auf. Viele Menschen müssen sich einen kleinen Ruck geben, doch wenn sie dann mal bei der Sache sind, genießen sie es und fühlen sich tiefer mit dem Partner verbunden. Wichtig: Sie müssen keinen Megaenthusiasmus vortäuschen, aber bitte zeigen Sie nicht demonstrativ, dass Sie "nur" Ihrem Partner zuliebe mitmachen. Damit verhindern Sie den positiven Effekt und nehmen Ihrem Liebsten - und sich selbst - die Freude.

7. Nähren Sie Ihre Beziehung, nicht nur Ihr Kind
Wenn ein Kind Teil der Partnerschaft wird, verlieren sich viele Partner aus den Augen. Der Alltag wird durch den Neuzugang bestimmt. Machen Sie daraus kein größeres Problem als es ist, sondern steuern Sie ganz pragmatisch gegen: 1. Nehmen Sie sich einen Babysitter! 2. Gehen Sie aus! 3. Gönnen Sie Ihrem Partner Zeit für sich, auch ohne Sie und das Kind! Wer diese drei Grundregeln ohne schlechtes Gewissen und vor allen Dingen regelmäßig anwendet, ist einen großen Schritt weiter.

8. Fangen Sie klein an
Wenn Sie sich in Ihrer Beziehung zu stark angepasst haben, kann selbst eine kleine Veränderung ein großer Schritt sein. Seien Sie geduldig und versuchen Sie, nicht zu viel auf einmal zu wollen. Sonst laufen Sie Gefahr Ihren Partner und sich selbst zu überfordern. Veränderungen, die tatsächlich etwas bewirken, verlaufen in Beziehungen oft im Schneckentempo. Was zählt, ist die Richtung, nicht die Geschwindigkeit!

9. Emails: Drücken Sie nicht auf "Senden"!
Kleben Sie folgendes Post-It neben Ihren Computer: "Wenn du wütend bist, dich missverstanden fühlst oder aus einem anderen Grund erbittert bist, schreib diese Email nicht!" Sorgen Sie dafür, dass bei einem Streit der Austausch nicht über Email läuft! Der Ton wird leicht missverstanden und die Kommunikation hat nicht das gleiche Lösungspotenzial wie von Angesicht zu Angesicht. Per Mail macht man vieles nur schlimmer.

10. Sie können ohne Ihren Partner leben
Egal, was Sie tun: Seien Sie sich immer bewusst, dass Sie es auch ohne Ihren Partner schaffen würden. Am glücklichsten sind die Paare, die freiwillig zusammen sind, und nicht diejenigen, die glauben, ohne den anderen nicht zu können. Das ist ein Irrglaube, von dem Sie sich ernsthaft befreien müssen, um in Ihrer Beziehung glücklich werden zu können.

Mehr zum Thema in "Beziehungsregeln" von Dr. Harriet Lerner, erschienen bei Kailash, gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag, 15,50 €