Berlinale 2012 von

Softie Antonio Banderas

"Bei uns zu Hause ist definitiv meine Frau der Macho und sagt, wo es lang geht"

Berlinale 2012 - Softie Antonio Banderas © Bild: TV-MEDIA

Kommenden Samstag ist es wieder so weit: In der großen Gala im Berlinale Palast werden zum 62. Mal die begehrten Silbernen und Goldenen Bären vergeben. Auch kurz vor dem großen Finale der cineastischen Spiele beehrten (trotz Oscar-Stress) wieder zahlreiche Hollywood-Stars die deutsche Hauptstadt. Neben Salma Hayek (die wegen verlorener Koffer am Flughafen Tegel einen kurzen Wutausbruch erlitt) und Keanu Reeves unter anderem Mittwoch Abend am Red Carpet unterwegs: „Ocean´s“ Regisseur Steven Soderbergh und Antonio Banderas, die ihren Film „Haywire“ im Wettbewerb präsentierten.

In dem (leider ziemlich misslungenen) Martial-Arts-Agenten-Streifen gibt Banderas, ganz dem Klischee entsprechend, einen spanischen Verbrecherboss – bis zum Bauchnabel geöffnetes weißes Leinenhemd, dicke Zigarre und exotische Bikini-Schönheit am Schoss sitzend inklusive.

Ob der 51-Jährige auch im realen Leben den spanischen Machismo lebt? „Hey; das ist nur eine Rolle! Ich bin weder ein Macho, noch bin ich Zorro. Und das wird sie jetzt vielleicht überraschen: Ich bin auch nicht der gestiefelte Kater aus Shrek“, nahm der in Malaga geborene Hollywood Star sein Image beim exklusiven Interview mit TV-MEDIA mit Humor. Bei dem plauderte der sympathisch-schüchterne Leinwand-Star aus dem Nähkästchen seiner Ehe mit Schauspiel-Kollegin Melanie Griffith: „Bei uns zu Hause ist definitiv meine Frau der Macho und sagt, wo es lang geht. Das ist aber auch ok für mich!“

Eine Sache wird Banderas, der mit 18 Jahren eine Heimat verlies, um in der Stadt der Engel sein Glück zu finden, dabei niemals ablegen können: seine Liebe zu Europa. Denn auf die Frage, wie er sich als Amerikaner fühle, folgte die beinahe entrüstete Antwort: „Ich bin doch kein Amerikaner, ich habe ja nicht mal eine Greencard. Ich lebe zwar schon sehr lange in den Staaten. Aber ich bin Spanier – und daran wird sich niemals etwas ändern.“

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