Der britische Regisseur Mike Leigh wird der Jurypräsident der 62. Berlinale. Die Filmfestspiele gehen von 9. bis 19. Februar 2012 in der deutschen Hauptstadt über die Bühne. Der 68-jährige Proponent des New British Cinemas ist ein alter Hase im Filmgeschäft und hat bereits über 20 Filme selbst inszeniert. Zuletzt begeisterte er mit seiner Studie über ein allzu perfektes Paar in "Another Year".
Sein Debüt feierte er 1972 mit "Freudlose Augenblicke" (Bleak Moments), was ihm gleich beim Filmfestival in Locarno den Goldenen Leoparden einbrachte. In Cannes wurde er 1993 für "Nackt" (Naked) mit dem Preis für die Beste Regie ausgezeichnet und gewann 1996 die Goldene Palme für "Lügen und Geheimnisse" (Secrets and Lies), der fünf Oscar-Nominierungen erhielt.
Seine vielbeachtete Milieu- und Charakterstudie "Vera Drake" wurde 2004 mit dem Goldenen Löwen in Venedig ausgezeichnet. Bei der Berlinale hatte Leigh zuletzt 2008 im Wettbewerb seine Sozialkomödie "Happy-Go-Lucky" präsentiert, die mit Hauptdarstellerin Sally Hawkins den Silbernen Bären für die Beste Darstellerin gewann.
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