Berlinale 2012 von

Angelina Jolie beehrt Berlin

Hollywood-Star stellt bei Filmfest das Kriegsdrama „In the Land of Blood and Honey“ vor

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    Berlinale 2012

    Die Schauspielerin zeigte sich während dem Interview wider Erwarten höchst unkompliziert und sympathisch

Wenn grimmig dreinschauende 2-Meter-Hünen das Hotel Adlon nahe des Brandenburger Tors absichern, Journalisten („damit man weiß, dass Sie akkreditiert sind“) rosa Markierungsbändchen mit dem launigen Aufdruck „I love Adlon“ ums Handgelenk geschnallt bekommen, und vor dem Interview von nervösen britischen PR-Ladies daran erinnert werden „keine privaten Fragen zu stellen und nicht um Fotos zu bitten“, dann weiß man: Es ist ein richtig großer Hollywood Star anwesend. In diesem war Fall war es keine geringere als die wohl bekannteste Schauspielerin der Welt – Angelina Jolie.

Und die stellt hier, bei den 62. Filmfestspielen von Berlin, mit dem Jugoslawien Kriegsdrama „In the Land of Blood and Honey“ einen Film vor, in dem sie einer völlig anderen Rolle zu sehen ist, als gewohnt: Nämlich als Drehbuchautorin und Regisseurin. „Ich war in meiner Funktion als UN-Botschafterin in vielen Ländern unterwegs, habe viel Leid gesehen. Ich wollte erzählen was Krieg und ethnische Konflikte mit den Menschen machen,“ so Jolie beim exklusiven Interview, zu dem TV-Media als eines von nur zwei österreichischen Medien geladen war.

Dabei zeigte sich die Schauspielerin wider Erwarten höchst unkompliziert und sympathisch, beantwortete geduldig, und mit großer Aufmerksamkeit, auch jene anfangs „verbotenen“ privaten Fragen und legte eine für Hollywoods Stars ungewohnte Offenheit zu Tage. Denn auf die Frage, was sie an ihrem Ruhm nicht schätzen würde, kam prompt die sichtlich wehmütige Antwort: „Ich bin gerne unter Menschen, bewege mich gerne frei und ohne Einschränkungen. Doch seit ich so bekannt bin, ist das alles nicht mehr möglich – das ist nicht leicht.“ Nachsatz: „Doch ich habe ein Ziel: Dass meine Kinder frei und ohne all diese Einschränkungen aufwachsen.“

Und weil Miss Jolie auch als Produzenten tätig war, hat sie Lebensgefährten Brad Pitt gleich eine Mini-Rolle in ihren Film verschafft. In der jedoch muss der Mime lediglich nur einen Soldaten spielen, der erschossen wird. Warum Brad mit einer derart undankbaren Rolle besetzt wurde? „Das ist ganz einfach: Keiner kann so schön sterben wie Brad.“

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