Bein Fans äußerst beliebt: "Randsportart" Freestyle wird stets zum Olympia-Knüller!

Volle Zuschauertribünen auch in Sauze d'Oulx

Die FIS-Sportart Freestyle ist mit den zwei Disziplinen Buckelpiste und Springen im Olympia-Programm. Die Buckelpiste nach einer mega-erfolgreichen Demo-Premiere in Calgary seit 1992 (Albertville), Springen seit Lillehammer 1994. Doppelbuckelpiste, Ski Cross und Halfpipe sind nicht olympisch. Wie Snowboard sind die beiden Freestyle-Bewerbe während Olympia stets echte Zuschauer-Hits. Auch in Italien dürfte das 8.500 Zuschauer fassende Stadion in Sauze d'Oulx voll sein.

Österreich ist in Turin nur im Buckelpisten-Bewerb der Damen durch Margarita Marbler dabei. Die Buckelpisten-Bewerbe werden auf einer steilen, 220 bis 270 Meter langen Piste gefahren, in der auf eigenen Schanzen auch zwei unterschiedliche Sprünge zu absolvieren sind. Die Kampfrichter werten die Technik (50 Prozent der Wertung), Sprünge und die Zeit (jeweils 25 Prozent).

Perfekte, kontrollierte Fahrtechnik möglichst in der Falllinie ist das entscheidende Kriterium. Die Schwierigkeit der Sprünge - gegenüber Salt Lake sind nun auch Kopfüber-Sprünge (nicht aber Doppelsalti) erlaubt - hat enorm zugenommen. Der Bewerb besteht aus einer Qualifikation und einem Finale, beides am selben Tag (15/19 Uhr). Erstmals kommen die besten 20 ins Finale, in Salt Lake waren es noch 16. Die internationale Bezeichnung "Moguls" leitet sich vom österreichischen "Mugel" ab.

Sportlich sind die Freestyle-Bewerbe international und offen wie wenige andere Olympia-Bewerbe. Speziell das Springen versammelt mittlerweile eine Unzahl an Weltklasse-Athleten aus dem Osten bzw. Asien. Im Buckelpistenbewerb der Damen werden aber Titelverteidigern Kari Traa aus Norwegen, die im Weltcup führende Kanadierin Jennifer Heil bzw. Michelle Roark (USA) als Favoritinnen auf Gold gehandelt. (apa/red)