Bazina wechselt von GAK zu Rapid: Still-schweigen über Ablösesumme vereinbart

Kroate erhält einen Vertrag bis zum Sommer 2008 30-Jähriger soll Hofmann- & Ivanschitz-Lücke füllen

Österreichs Fußballer des Jahres 2005, Mario Bazina, ist seit Sonntagvormittag ein Grün-Weißer. Rekordmeister Rapid Wien sicherte sich die Dienste des 30-jährigen Kroaten, der 2001 von Dinamo Zagreb zum GAK gekommen war und mit den Grazern 2004 den Meistertitel gefeiert hatte. Der Offensivspieler, der mit zehn Toren die Torschützenliste der T-Mobile-Bundesliga anführt, unterschrieb in Hütteldorf einen Zweieinhalbjahres-Vertrag bis zum Sommer 2008. Über die Ablösemodalitäten wurde zwischen Rapid und GAK Stillschweigen vereinbart.

Rapid-Sportmanager Peter Schöttel, der Neo-Coach Georg Zellhofer nach den Abgängen von Steffen Hofmann (1860 München) und ÖFB-Teamkapitän Andreas Ivanschitz (Red Bull Salzburg) einen ersten prominenten Neuzugang bescherte, zeigte sich nach Vertragsabschluss erfreut: "Ich bin sehr glücklich, dass es nach schwierigen, aber stets fairen Verhandlungen doch noch geklappt hat. Wenn man einen Fußballer der Klasse von Bazina verpflichten kann, sollte man die Chance auch nutzen."

Schöttel formulierte auch gleich die Erwartungen an Bazina, der bisher ein Länderspiel für Kroatien bestritten hat (2002 beim 1:1 gegen Wales): "Mario soll und wird als begnadeter Kreativspieler unsere Offensive in Zukunft sicherlich merkbar verstärken. Seine Verpflichtung hatte für uns nach dem unerwarteten Abgang von Andreas Ivanschitz oberste Priorität."

Zellhofer froh über Wechsel
Auch der Nachfolger von Meistermacher Josef Hickersberger, Georg Zellhofer, drückte seine Erleichterung aus: "Die Qualitäten von Mario Bazina kennt jeder Fußballexperte. Ich bin vor allem froh, dass er so frühzeitig zu uns wechseln kann, da wir gerade in einer sehr wichtigen Phase der Vorbereitung stehen."

Der 1,77 Meter große und 72 kg schwere Neo-Rapidler Bazina, der für den GAK in 194 Pflichtspielen (30 Europacup-Partien) 58 Tore erzielte und mit den "Rotjacken" neben der Meisterschaft 2004 auch zwei Mal (2002, 2004) den ÖFB-Cup gewann, erhält bei Rapid übrigens die Rückennummer 8, die zuvor der nach Salzburg abgewanderte Ivanschitz getragen hatte.

Bazina selbst meinte zu seinem Wechsel: "Ich hoffe, bei Rapid an die Erfolge meiner Zeit beim GAK, bei dem ich viereinhalb sehr schöne Jahre erleben durfte, anschließen zu können." Der verheiratete Familienvater (Sohn Hrvoje/6 Jahre) wird am Dienstagvormittag noch sportmedizinische Tests absolvieren und soll am Nachmittag erstmals am Training mit seinen neuen Mannschaftskollegen teilnehmen.

(apa)