Baukonzern PORR von

Eigentümer-Deal gescheitert

Kommision legt fest: Pflichtangebot zur Komplettübernahme durch Strauss nötig

PORR-Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Strauss © Bild: APA/Fohringer

Die Aufstockung der Beteiligung der Strauss-Gruppe am börsenotierten Baukonzern Porr löst nun doch ein Pflichtangebot aus. Über diesen Beschluss der Übernahmekommission informierte die Porr AG. Ob der Deal nun wirklich über die Bühne geht, ist offen.

Der im Juli angekündigte Anteilskauf stand nämlich unter dem Vorbehalt der Nichtanordnung eines Pflichtofferts. Strauss hatte dem Vernehmen nach um eine Ausnahme angesucht.

Wie es nun weiter geht, war am Freitagabend fraglich. Jetzt sei eine neue Lage zu beurteilen. Eine Entscheidung der Vertragsparteien über die weitere Vorgangsweise wird voraussichtlich bis Ende September 2012 erfolgen, hieß es dazu in einer ad-hoc Mitteilung der Porr.

Die Strauss-Gruppe, bisher mit rund 6 Prozent beteiligt, will die Aktien der B&C Gruppe und der Bank Austria an Porr kaufen, die beide aus dem Baukonzern aussteigen wollen. Heute hieß es in der Porr-Pflichtmitteilung: "Die Kaufverträge mit der B&C-Gruppe und der UniCredit Bank Austria AG sind weiterhin aufrecht. Ob ungeachtet der übernahmerechtlichen Entscheidung ein Closing erfolgen soll, wird diskutiert."

Es geht um 775.952 Stammaktien und 511.312 Vorzugsaktien sowie 14.826 Kapitalanteilscheine an der Porr. Das Aktienpaket entspricht nach Unternehmensangaben einem Anteil an den Stimmrechten von 37,93 Prozent und einem Anteil am Grundkapital von 47,89 Prozent.

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