Batman-Premiere in Denver von

Rätselraten über Motiv

USA trauern nach Kino-Massaker und stehen unter Schock - Sprengfallen gefunden

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    Der mutmaßliche Killer James Holmes schwieg vor Gericht eisern.

Die USA stehen nach dem "Batman"-Blutbad weiter unter Schock: Nach dem Kino-Massaker trauern die Menschen um die Opfer. Der schwer bewaffnete 24-jährige Amokschütze James Holmes hatte in einem Kinosaal in Aurora im Bundesstaat Colorado wahllos um sich geschossen. Zwölf Menschen starben, 58 wurden verletzt. Der Zustand von elf der Verletzten war noch kritisch. Der Täter wurde festgenommen. Sein Motiv blieb zunächst rätselhaft.

Schon am Freitagabend kurz nach der Bluttat in Aurora im Bundesstaat Colorado versammelten sich Hunderte auf dem Parkplatz gegenüber dem Kino. Die Menschen stellten Kerzen auf und legten Briefe ab. Eine seit Wochen geplante Veranstaltung gegen Gewalt wurde so zu einer Gedenkfeier für die Opfer, berichtete die "Denver Post".

Am Sonntagabend soll es eine weitere Gebetsandacht geben, wie örtliche Medien berichteten. Zuvor hatte US-Präsident Obama angeordnet, die Flaggen an allen Bundesgebäuden auf Halbmast zu setzen. Das Verbrechen entfachte eine Debatte um die Waffengesetze.

58 Kinobesucher verletzt
Dem Sender CNN zufolge wurden am Samstag noch 19 Menschen in Krankenhäusern behandelt - 58 Kinobesucher waren insgesamt verletzt worden. Der Zustand von zwei Patienten sei kritisch.

Derweil rätselt die Polizei über das Motiv des Täters. Offensichtlich hatte Holmes seine Tat von langer Hand vorbereitet. Nach Angaben des US-Senders CNN hatte er Waffen und massenhaft Munition in den vergangenen Monaten legal erworben. Am 2. Juli kaufte Holmes online eine Kampfweste und andere Ausrüstung.

Als "Joker" verkleidet
Der Todesschütze hatte sich Medienberichten zufolge die Haare rot gefärbt und sagte bei einer Vernehmung mit der Polizei aus, er sei der Batman-Bösewicht "Joker". Wie der Bewaffnete in das Kino kommen konnte, sei noch unklar, teilte die Polizei mit. Der 24-Jährige sollte am Montag den Richtern vorgeführt werden.

Laut CNN gehen die Sicherungsarbeiten in der Wohnung des Attentäters weiter, das Appartement ist voller Sprengfallen. Wie Polizeisprecherin Cassidee Carlson mitteilte, soll die Sicherheit der Bevölkerung dabei Vorrang haben. Das Mietshaus, in dem der festgenommene Täter James Holmes lebte, und die Umgebung waren bereits am Freitag evakuiert worden.

Neue Waffengesetze gefordert
Angesichts des bei der Tat benutzten Waffenarsenals appellierte New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg an Präsident Obama und dessen republikanischen Herausforderer, Mitt Romney, die Waffengesetze zu verschärfen. Obama und Romney verzichteten am Freitag wegen des Massakers auf geplante Wahlkampfreden und gedachten stattdessen der Opfer. Die Sicherheitsvorkehrungen in US-Kinos wurden nach der Tat erhöht.

Die Welt