Barocker Fasching 2006 : Mit einem Mozart-Kostüm liegen Sie jetzt jetzt ganz richtig

Im Trend: Tanzveranstaltungen und Motto-Partys Wo Sie jetzt Ihre Faschingskostüm ausleihen können

Barocker Fasching 2006 : Mit einem Mozart-Kostüm liegen Sie jetzt jetzt ganz richtig

"Wir haben heuer ganz eindeutig das Mozartjahr", meinte Gabi Pfannholzer vom Kostümverkauf und -verleih "Lambert Hofer" zur APA. Die Marke Mozart macht auch vor Verkleidungstrends im Fasching keinen Halt. Kostüm-Shops sind auf den Ansturm vorbereitet: Bis zu 50 Komponisten-Gewänder hat Ilse Plank bei "Jux Witte" in Wien auf Lager. Das Partygeschäft "K&K" kleidet sogar vierjährige "Wolferl" ein. Für Fasching-Dienstag sind Amadeus-Kostüme beim Grazer Kostümverleih Kasprowski bereits ausgebucht.

"Mozart ist heuer ganz besonders gefragt. Sowohl für die Dame als auch für den Herrn", sagte Johann Kasprowski. Die weibliche Version orientiere sich an Madame Pompadour: "Kleider mit Hüftpolstern und Stoppellocken. Alles was barock oder venezianisch ist, ist heuer gefragt." Ein Trend hin zu eleganten Kostümen sei schon länger erkennbar gewesen, so der Verkleidungsexperte.

Faschingskostüme von 35 bis 80 Euro...
Rokoko-Kostüme seien wesentlich aufwendiger als normale Modelle. "Die Stoffe sind edler und die Kostüme werden dadurch teurer", sagte llse Plank von "Jux Witte". Dort muss der Faschingsnarr für Hose, Bluse, Jackett und Perücke etwa 80 Euro ausgeben. Ein Kostüm von Stutzen bis zur Kniepumphose kann man bei Kasprowski um 35 Euro ausleihen.

Charleston & Disney-Figuren
Abseits von "Wolferl" sind heuer Charleston-Kostüme und Kleidung aus den Fünfzigern bis hin zu den Achtzigern besonders bliebt. "Power Ranger" und Walt Disney-Figuren dominieren bei den Kleinsten.

Nachfrage nach Politikermasken
Auch Politikermasken seien gefragt. "Leider sind nur Modelle ausländischer Politiker erhältlich", meinte Barbara Strouhal vom Wiener Party-Shop "K&K". Plastik-Gesichter aus der heimischen Politik würden hier zu Lande womöglich für einen neuen Wolferl-Trend sorgen. "Wir haben auch immer wieder Anfragen für Schwarzenegger-Masken", berichtete der Grazer Kostümspezialist Kasprowski.

Aus für traditionelle Gschnas
Das traditionelle "Gschnas" und Maskenbälle seien immer weniger in Veranstaltungskalendern zu finden - vor allem in Städten. "Dafür gibt es mehr traditionelle Bälle und Mottopartys", erklärte die Kostüm-Expertin Gabi Pfannholzer. "Der Trend geht weg vom Kostüm hin zum klassischen Ballkleid und Smoking." Besonders beliebt seien nostalgische Partys, die unter dem Motto eines vergangenen Jahrzehnts stehen.
(apa/red)