Barcelona im spanischen Cup gescheitert: Saragossa verhindert Schlager mit Real

2:1-Heimsieg reichte nicht, Ronaldinho sah "rot" Italien: Auch Juventus flog aus dem Cup-Bewerb

Real Saragossa hat am Mittwoch die Schlager-Paarung im spanischen Fußball-Cup zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona verhindert. Die Aragonier mussten sich zwar im Viertelfinal-Rückspiel den Katalanen im Nou Camp 1:2 geschlagen geben, schafften aber dank des 4:2 im ersten Treffen den Aufstieg und spielen nun gegen das "Weiße Ballett".

Die entscheidende Szene in Barcelona ereignete sich in der 38. Minute, als Weltstar Ronaldinho im Zweikampf Cani gegen den Knöchel trat. Schiedsrichter Julian Rodriguez Santiago zeigte dem Weltfußballer des Jahres die erste Rote Karte. Sein erster Ausschluss im Barca-Dress trieben ihm Tränen der Wut in die Augen.

"Ich gehe nicht, ich gehe nicht", fauchte er immer wieder, Trainer Frank Rijkaard musste seinen Schützling regelrecht vom Spielfeld zerren. Ronaldinho hatte sich für die Partie viel vorgenommen. Er wollte nach der Blamage in Saragossa seine Kollegen zur Aufholjagd förmlich mitreißen und sich mit dem Erzrivalen Real messen.

Sein Ausschluss machte aber alles zunichte. Der für unbezwingbar gehaltene Tabellenführer ging in Unterzahl durch Messi (42.) zwar 1:0 in Führung, aber Oscar (65.) gleich aus, das 2:1 durch Larsson (90.) kam viel zu spät. Die Presse wertete die Rote Karte für Ronaldinho als nicht gerechtfertigt. Einhelliger Tenor der Kritiker: Gelb wäre angemessen gewesen.

Sogar das Madrider Sportblatt "As", ein Fans der Katalanen, empörte sich: "Ausgerechnet der Fußballer, der von seinen Gegnern am meisten zusammengetreten wird, muss wegen eines Allerwelt-Fouls gehen." In Barcelona schrieb "El Mundo Deportivo" dazu: "Wenn es dem Referee darum ging, berühmt zu werden, ist ihm die gelungen."

Auch italienischer Tabellenführer flog aus Cup
Nach dem FC Barcelona in Spanien hat es auch den Tabellenführer Italiens im nationalen Fußball-Cup erwischt. Juventus Turin reichte am Mittwoch ein 1:0 auswärts gegen die AS Roma nicht mehr, weil nach dem 2:3 vom Viertelfinal-Hinspiel die Auswärtstorregel für die Hauptstädter entschied.

Das goldene Tor ohne Wert der "alten Dame" im Olympia-Stadion vor 51.000 Zuschauern erzielte Adrian Mutu (48.) aus einem Elfer. Und wie in Barcelona (Ronaldinho) musste auch in Rom der Referee die Rote Karte zücken. In der 18. Minute flogen Oliver Dacourt (Roma) bzw. Zlatan Ibrahimovic nach einer Kontroverse vom Platz. (apa/red)