Barack Obama von

Biden bleibt an seiner Seite

US-Präsident zieht mit Vize in den Wahlkampf - Wirbel um umstrittene Aussagen

Barack Obama - Biden bleibt an seiner Seite © Bild: APA/EPA/RON SACHS

US-Präsident Obama wird erwartungsgemäß mit seinem Vize Joe Biden in den Wahlkampf ziehen. Das machte Regierungssprecher Jay Carney am Donnerstag in Washington deutlich.

Auf die Frage von Journalisten, ob Obama an Biden festhalten wolle, antwortete Carney: "Ja. Und das ist schon vor langer, langer Zeit beschlossen worden."

Biden war erst kürzlich wieder wegen umstrittener Bemerkungen in die Schlagzeilen geraten. Biden hatte vor einem überwiegend afroamerikanischen Publikum davon gesprochen, dass bei einem Wahlsieg Romneys der Wallstreet die "Ketten abgenommen" würden. Gemeint hatte er aber, dass die zerstörerischen Kräfte der Wallstreet entfesselt würden. Diese ungeschickte Formulierung reichte im Wahlkampf, indem jeder Versprecher und jedes Fettnäpfchen von der Gegenseite beinhart ausgenützt wird aus, um die Republikaner lautstark "Rassismus" orten zu lassen. Sarah Palin forderte gar den Rücktritt des Vizepräsidenten.

Obama hielt dennoch an Biden fest. Sein Herausforderer Mitt Romney hatte erst kürzlich den Republikaner Paul Ryan zu seinem Vize-Kandidaten ernannt. Ryan gilt als streng konservativ und setzt sich für radikale Spareinschnitte im Sozialbereich ein.

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