Autokosten in fünf Jahren um 18 Prozent gestiegen: Dieselpreis legte um 27% zu!

ARBÖ: Die Regierung hat die Pendler "abgespeist" "Kilometergeld hätte mindestens auf 42 Cent müssen"

Seit dem Jahr 2000 sind die Autokosten in Österreich um 18,4 Prozent gestiegen. Die allgemeine Teuerung hingegen betrug "nur" 14,8 Prozent. Die Autokosten sind somit um ein Viertel stärker gestiegen als die allgemeine Teuerung, rechnete der ARBÖ vor. "Während für die allgemeine Teuerung Tempo 100 gilt, sind die Autokosten mit Tempo 125 davongerast", so ARBÖ-Präsident Peter Rezar zur APA.

Seit dem Jahr 2003 steigen die Autokosten stärker als die Inflation - wobei in der Inflationsrate auch Auto-relevante Posten enthalten sind. Lediglich zu Beginn des neuen Jahrtausends lagen die Ausgaben für Besitz und Betrieb eines Autos unter dem Anstieg der allgemeinen Lebenshaltungskosten, geht aus den Zahlen der Statistik Austria hervor.

2001 stiegen die Autokosten gegenüber dem Vorjahr um 2,4 Prozent, der Verbraucherpreisindex (VPI) um 2,7 Prozent. Ein Jahr später erhöhten sich die Autoausgaben um 1,2 Prozent, der Index um 1,8 Prozent.

2003 drehte sich das Blatt: Autokosten 2 Prozent, VPI 1,3 Prozent. 2004 wuchsen die Ausgaben fürs Auto um 3,1 Prozent, der Index um 2,1 Prozent. Im vergangenen Jahr lagen die mobilen Kosten um 3,7 Prozent über dem Vorjahr, der VPI um 2,3 Prozent, rechnete der ARBÖ vor.

Innerhalb der vergangen fünf Jahre legte der Dieselpreis um 26,6 Prozent zu, Superbenzin wurde um 14,8 Prozent teurer. Die Mechanikerstunde wurde um 17,7 Prozent im Preis angehoben und das Parkpickerl um 23 Prozent. Für die Haftpflichtversicherung mussten 18,9 Prozent mehr ausgegeben werden. Besonders stark zugelegt hat Kriechöl - es wurde innerhalb von fünf Jahren um 34 Prozent teurer.

Für den ARBÖ ist die Antwort auf die stark wachsenden Kosten klar: "Das Kilometergeld hätte mindestens um 6 Cent auf 42 Cent erhöht werden müssen, um den Pendlern die gestiegenen Autokosten abzugelten. Auch die Pendlerpauschalen hätten deshalb um 15 Prozent erhöht werden müssen." Rezar kritisiert, dass die seit 2000 amtierende Regierung die Pendler "nach endlos langem Zögern mit einer minimalen Erhöhung des Kilometergelds um 2 Cent abspeist".

(apa)