Australian-Open-Generalprobe: Melzer in Sydney-Achtelfinale an Hewitt gescheitert

Lokalmatador setzt sich souverän mit 6:1,6:4 durch Melbourne: Haas schlägt überraschend Federer

Mit einem Sieg und zwei Niederlagen in seiner Bilanz 2006 geht Jürgen Melzer ab kommendem Montag in die Tennis-Australian-Open. Im 419.000-Dollar-Turnier von Sydney kam für den Niederösterreicher wie erwartet im Achtelfinale das Out, der topgesetzte Australier Lleyton Hewitt war beim 1:6,4:6 eine Nummer zu groß.

Hewitt, vierfacher Sydney-Sieger, setzte sich gegen Melzer in 1:24 Stunden durch und hatte dabei trotz der Folgen einer Grippe keine Probleme. Doch nach dem Sieg gestand der 24-Jährige, dass er bereits im Auftaktspiel am Montag gegen Vince Spadea hatte aufgeben wollen, nach einem Ruhetag geht es Hewitt nun aber besser. Die Partie gegen Melzer hatte übrigens auf Grund eines heftigen Sturms in Sydney um eineinhalb Stunden verschoben werden müssen.

Im Doppel von Sydney ist Melzer noch mit Julian Knowle vertreten. Danach geht es Richtung Melbourne, wo es für den 24-Jährigen 75 seiner 675 ATP-Punkte zu verteidigen gilt. 2005 hatte Melzer beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres Runde drei erreicht. Aber selbst bei einer Auftaktpleite sollte der Karl-Heinz-Wetter-Schützling in den Top-60 bleiben.

Beim Einladungsturnier in Melbourne hat Tommy Haas für eine Überraschung gesorgt, der Deutsche bezwang den Weltranglisten-Ersten Roger Federer in einem jedoch insgesamt mäßigen Match mit 3:6,6:4,6:4. Noch vor einer Woche hatte der Schweizer beim ATP-Turnier in Doha dem Deutschen im Halbfinale keine Chance gelassen.

"Ich wäre glücklicher gewesen, wenn ich Federer letzte Woche besiegt hätte. Aber es ist natürlich immer ein gutes Gefühl, die Nummer eins zu schlagen", betonte Haas. Federer, der 39 unerzwungene Fehler machte, nahm die Niederlage gelassen und bezeichnete sie als "unbedeutend". Der 23-Jährige war erleichtert, dass er ohne Probleme das Match spielen konnte. Federer hatte im Dezember lange Zeit mit einer Knöchelverletzung zu kämpfen gehabt.

(apa)