Aussagen über Christenverfolgung und Abtreibung: Bischof Laun sorgt für Aufregung

SP-Stadlbauer: "Abstruse Gesellschaftstheorien" FP-Strache: "Bestätigung der freiheitlichen Linie"

Die Aussagen des Salzburger Weihbischofs Andreas Laun zur Abtreibung und angeblich bevorstehenden "Christenverfolgung" in Europa sind für die SPÖ "äußerst entbehrlich". Die SP-Bundesfrauengeschäftsführerin Bettina Stadlbauer fragte sich in einer Aussendung am Montag, wann denn die "periodisch wiederkehrenden Lamentis der Bischöfe, die ein Abtreibungsverbot fordern, endlich aufhören". FPÖ-Bundesparteiobmann Heinz Christian Strache sieht sich hingegen in seiner freiheitlichen Linie bestätigt.

Launs "abstruse Gesellschaftstheorien" hätten einen äußerst feindseligen Charakter, den die Kirche nicht an den Tag legen sollte, befand Stadlbauer. Die Religionsgemeinschaft sollte sich viel mehr mit der Realität der Menschen auseinander setzen und klare Worte für Aufklärung und Verhütung finden.

Die Warnung des Bischofs, dass der Stephansdom eine Moschee werden könnte, erinnert Strache wiederum daran, dass die FPÖ für derartige Aussagen im Wiener Wahlkampf gescholten wurde. Mit seinem Begriff einer "neuen Christenverfolgung" habe Laun vor einer Entwicklung "pointiert" gewarnt. Gerade in Wien gebe es eine "unheilige Allianz zwischen linker Schickeria und fundamentalistischen Moslems", deren gemeinsames Bestreben es sei, die Fundamente einer christlich orientierten Gesellschafts- und Wertordnung auszuhöhlen, urteilte der Parteiobmann. (apa/red)