Ausländer in Österreich: 2005 war Zahl der Aufenthaltsbewilligungen rückläufig

Ursache Rückgang vor allem durch EU-Erweiterung

Ausländer in Österreich: 2005 war Zahl der Aufenthaltsbewilligungen rückläufig

Die Aufenthaltsbewilligungen von Ausländern in Österreich sind 2005 erwartungsgemäß stark zurückgegangen. 2004 lag die Zahl nach Angaben des Innenministeriums noch bei 555.167, im Vorjahr sank sie auf 505.649. Hauptgrund für diese Entwicklung ist die EU-Erweiterung mit Mai 2004. Hatte es schon im Gesamtjahr 2004 einen Rückgang gegeben, fiel dieser nun noch deutlicher aus. Mit der Osterweiterung werden von den Aufenthaltsbewilligungen nur mehr Drittstaatsangehörige - also keine EU-Bürger - erfasst.

Wie im Innenministerium auf Anfrage der APA betont wurde, gehe der Rückgang vor allem auf die nun nicht mehr erfassten neuen EU-Bürger aus Polen, Ungarn, Tschechien und der Slowakei zurück. "Das sind die großen vier". Die Entwicklung habe aber nichts damit zu tun, dass Gesetze strenger geworden seien. "Es werden einfach ganz bestimmte Gruppen nicht mehr gezählt".

Deutlich zeigt sich auch eine Reduktion der neu erteilten Aufenthaltstitel. Lagen diese 2003 noch bei 69.969, ging diese Zahl 2004 auf 64.044 zurück und sank im Vorjahr auf 53.366. Auch hier sei zu berücksichtigen, dass mit der Osterweiterung allein bei den Saisonniers viele frühere Aufenthaltsgenehmigungen statistisch nun weggefallen seien.

(apa/red)