Aung San Suu Kyi von

Völlig erschöpft

Burmesische Oppositionsführerin bricht Pressekonferenz in Bern ab

Aung San Suu Kyi - Völlig erschöpft © Bild: APA/EPA/Schneider

Die burmesische Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi hat kurz nach dem Auftakt ihrer ersten Europareise seit 24 Jahren eine Pressekonferenz aus Erschöpfung abbrechen müssen. Sie sei von dem Flug in die Schweiz "völlig erschöpft", sagte die Friedensnobelpreisträgerin nach einem Treffen mit dem Schweizer Außenminister Didier Burkhalter vor Journalisten in Bern.

"Ich bin die Zeitumstellung nicht gewohnt", ergänzte sie. Zunächst war unklar, ob sie dem geplanten Abendessen mit Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf beiwohnen kann.

Bei einer Konferenz der Internatonalen Arbeitsorganisation (ILO) in Genf hatte Suu Kyi um Investitionen zur Förderung demokratischer Reformen in Burma geworben. "Für unser Land wünsche ich mir ein demokratisches Wachstum", sagte die Vorsitzende der Nationalen Liga für Demokratie (NLD).

Die ILO hat beschlossen, Beschränkungen für die Zusammenarbeit mit Burma abzubauen. Die Organisation arbeitet seit 1999 nur bei der Bekämpfung der Kinderarbeit mit Burma zusammen. Die ILO hatte den Militärmachthabern vorgeworfen, "unter totaler Missachtung der Menschenrechte, der Arbeitssicherheit und Gesundheit" Zwangsarbeiter in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens einzusetzen.

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