Auch Wunderdinge kosten viel Geld

Tino Teller über Budgetplanung in Fußball & Formel 1

Auch Wunderdinge kosten viel Geld © Bild: NEWS/ Ricardo Hergott

Angesichts der Red-Bull-Euphorie verblasste sogar die Jahreshauptversammlung des SK Rapid Wien, des nach wie vor mit Abstand populärsten Fußballklubs des Landes. Und auch die Budgetzahlen, die der für drei Jahre wiedergewählte Präsident Rudolf Edlinger den Mitgliedern präsentierte, nehmen sich im Vergleich zum finanziellen Engagement der „Roten Bullen“ in der Formel 1 wie „peanuts“ aus. Um das Jahresbudget der Grün-Weißen von rund 18 Millionen Euro kriegt Red Bull Racing gerade einmal ein paar Reifensätze und Bremsscheiben. Diese Relationen sollte man mitbedenken, wenn wir von Steffen Hofmann & Co auf internationaler Ebene immer wieder wahre Wunderdinge verlangen. Dass sich die Fußballabteilung der „Bullen“ mit dem dreifachen Budget der Hütteldorfer in der „Euro League“ mehr als nur schwertut, beweist einmal mehr, welche finanziellen Einsätze im Kickergeschäft notwendig sind, um tatsächlich dauerhaft in der europäischen Spitze mitzuspielen. Von der notwendigen Stadioninfrastruktur gar nicht zu reden. So gesehen ist schon die zwei malige Qualifikation Rapids für die „Euro League“ ein Erfolg. Jetzt müssten die Grün-Weißen nur noch gegen Mattersburg gewinnen.