Der Betriebsrat des fliegenden Personals der Austrian Airlines hält an der Abstimmung über ein modifiziertes Papier zur Kollektivvertragsreform fest, obwohl das Management dieses bereits gestern Abend abgeschmettert hatte. "Die Argumentation des Vorstands, dass wir uns dies nicht leisten können, ist schlichtweg falsch", schrieb Betriebsratschef Karl Minhard in einem internen E-Mail.
"Die Kosten sind in jedem Fall geringer als die des Betriebsübergangs", heißt es in dem Schreiben weiter. Und der Betriebsrat stehe zu seinem Paket. Die Belegschaftsvertreter wollen das Papier den Mitarbeitern "in den nächsten Tagen" zuschicken und die Details in acht Info-Veranstaltungen erklären. Danach soll bis nächsten Montag abgestimmt werden - "auch wenn der Vorstand massiv dagegen arbeitet", schrieb Minhard.
Minhard motivierte in dem Mail seine Kollegen, an der Abstimmung teilzunehmen, denn jede nicht abgegebene Stimme gelte entsprechend der Garantieerklärung für KV-alt-Personal als Voting gegen das Reformpapier. Bei einem positiven Abstimmungsergebnis sollen danach Vorstand und Eigentümer Lufthansa entscheiden, ob man das Angebot der Belegschaft annimmt oder "stattdessen Chaos und Unsicherheit im Flugbetrieb riskieren will", so Minhard.
Zwangsumstieg soll verhindert werden
Die Belegschaftsvertreter wollen mit dem abgeänderten Papier den Zwangsumstieg auf den billigeren Kollektivvertrag der Regionaltochter Tyrolean doch noch abwenden. Die AUA-Führung hatte vergangene Woche die Fristen für den Betriebsübergang ausgelöst. Davor war vier Monate lang vergebens um Einsparungen bei den Gehaltskosten und den Wegfall von Privilegien bei Arbeitszeiten und Pensionen vor allem von AUA-Piloten gerungen worden.
Kommentare
Betriebsrat ruiniert das Unternehmen und alle klatschen. Des glaubt ma net.
Betriebsrat bleibt stur Und wieder ist es ein Betriebsrat, der Schuld daran ist, dass es sich für die Mitarbeiter eines Unternehmens verschlechtert !!!
Hätten die AUA-Mitarbeiter die seinerzeitigen Angebote der Firma angenommen, ginge es ihnen vielleicht jetzt ein wenig schlechter, aber das Ganze wäre ohne den Tyrolia-KV über die Bühne gegangen!
Nun aber, nachdem der Betriebsrat das alles vergeigt hat, such er die Schuld daran nicht bei sich selbst, sondern geht noch immer auf die Firmenleitung los! Ja, was soll denn diese noch machen? Bei allen Vorschlägen, die sie machte, hat der BR sein Veto eingelegt! Soll er doch die Suppe selber auslöffeln und endlich einsehen, dass er ganz alleine Schuld ist, an der momentanen Situation !!!
Schei.... Gewerkschafter !!!