Asylwerber in Oberösterreich ermordet: 28-jähriger Georgier stach auf Landsmann ein

Täter und Opfer dürften alkoholisiert gewesen sein

Ein 35-jähriger Ukrainer ist in der Nacht auf Sonntag in Steyregg (Bezirk Urfahr-Umgebung) in Oberösterreich in einer Unterkunft für Asylwerber getötet worden. Ein 28-jähriger Georgier soll auf den Mann mit einem Messer eingestochen haben und ihm die Halsschlagader durchtrennt haben. Das teilte die Sicherheitsdirektion für Oberösterreich am Sonntagvormittag mit.

Der 35-Jährige dürfte zuvor in seinem Zimmer mit vier weiteren Asylwerbern aus Georgien und der Ukraine reichlich Alkohol konsumiert haben. Zwei der Männer sollen im Laufe des Abends den Raum verlassen haben, einer soll sich daneben schlafen gelegt haben, berichtete die Sicherheitsdirektion. Der 35-jährige Ukrainer blieb mit dem 28-jährigen Georgier zurück.

Die beiden dürften wenig später so in Streit geraten sein, dass der Jüngere auf den Älteren losging und auf ihn einschlug. Plötzlich griff er zu einem Küchenmesser und stach auf den Mann im Bereich des Oberkörpers und der Achsel ein und durchtrennte ihm schließlich die Halsschlagader. Der 28-jährige mutmaßliche Täter verständigte den Notarzt, dieser konnte jedoch nur mehr den Tod des 35-Jährigen feststellen. Das Opfer dürfte verblutet sein, eine Obduktion soll die genaue Todesursache klären.

Bei Einvernahmen gestand der 28-Jährige die Tat. Über die Hintergründe war am Sonntag nichts bekannt.
(apa)