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Asylanträge in EU im zweiten Quartal leicht auf 306.000 gestiegen

Gegenüber ersten drei Monaten 2016 - Österreich bei Verhältnis zur Einwohnerzahl auf Rang drei

Die Zahl der Asylwerber in der EU ist im zweiten Quartal des Jahres leicht auf 305.715 gestiegen. In den ersten drei Monaten 2016 waren es 287.085 erstmalige Asylwerber gewesen, geht aus jüngsten Daten von Eurostat vom Donnerstag hervor. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl lag Österreich bei den Anträgen hinter Deutschland und Ungarn an dritter Stelle.

Deutschland verzeichnete pro Kopf 2.273 Asylanträge, Ungarn kam auf 1.517 und Österreich auf 1.241. Dahinter rangieren Griechenland (1.113), Malta (882), Luxemburg (715), Zypern (604), Bulgarien (490), Schweden (452), Italien (446), Frankreich (268), Belgien (233), Dänemark (213), Finnland (184), Niederlande (172), Großbritannien (149), Polen (101), Irland (96), Spanien (86), Kroatien (76), Slowenien (55), Lettland (46), Tschechien und Estland (je 26), Litauen (24), Portugal (15), Rumänien (11) und Slowakei (2).

In absoluten Zahlen nahm Deutschland (mit 186.745) die meisten Flüchtlinge zwischen April und Juni des Jahres auf. Dann folgen mit Respektabstand Italien (27.045), Frankreich (17.835), Ungarn (14.915), Griechenland (12.015) und an sechster Stelle Österreich (10.800). Schlusslichter sind die Sowakei (10), Estland (35) und Litauen (70).

Österreich hat seine Asylbewerber-Zahl gegenüber dem ersten Quartal von 13.880 auf 10.800 verringert.

Gereiht nach den Herkunftsländern der Asylwerber lag Syrien mit 30 Prozent oder 90.455 voran, gefolgt von Afghanistan (16 Prozent/50.825) und dem Irak (11 Prozent/34.335). In Österreich kam die größte Asylantragsgruppe aus Afghanistan (3.845), gefolgt von Syrien (1.920) und Pakistan (920).

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