Astronauten von

NASA-Mitarbeiter finden kaum Jobs

Hochqualifizierte ehemalige NASA-Beschäftigte finden kaum passende Arbeitsplätze

Astronauten - NASA-Mitarbeiter finden kaum Jobs © Bild: Corbis

Tausende ehemalige Beschäftigte des Kennedy-Space-Centers in Florida haben große Schwierigkeiten adäquate Jobs zu finden. Viele von ihnen sind arbeitslos. Der Grund dafür ist, dass die US-Regierung in den letzten Jahren das Weltraumprogramm massiv gekürzt hat und tausende Stellen abbaute.

Waren Mitte der 2000er Jahre noch etwa 15.000 Menschen im Kennedy-Space-Center beschäftigt, so sind es inzwischen nur mehr rund 8.500 Personen. Während an anderen NASA-Standorten die Beschäftigten häufig keine gröberen Schwierigkeiten hatten, Anschlussbeschäftigung zu finden, sieht das in Florida anders aus. Viele im Weltraumprogramm Beschäftigte sind höchstqualifizierte Spezialisten, die es gewohnt waren, sehr gut zu verdienen.

Aufgrund ihrer hohen Ausbildung und der luxuriösen Gehälter ist es heute nicht einfach für sie etwas Adäquates zu finden. Insbesondere da viele der Beschäftigten schon älter sind und tief verwurzelt in der Community. Sie wollen nur ungern weit von ihren Wohn- und ehemaligen Arbeitsplätzen wegziehen. Umgekehrt beschweren sich viele Arbeitgeber, wie die „Huffington Post“ berichtet, dass sie keine NASA-Beschäftigten mehr zu Vorstellungsgesprächen sehen wollen, weil diese völlig unrealistische Gehaltsvorstellungen hätten.

Private Raumfahrt
Zwar beginnen immer mehr Privatfirmen damit unbemannte Weltraumgefährte vom Kennedy-Space-Center zu starten, aber auch diese Firmen haben nur für einen kleinen Teil der ehemals Beschäftigten Verwendung. Viele ehemalige NASA-Beschäftigte müssen sich inzwischen in ihrem Alltag ziemlich einschränken und auf lange Autofahrten, Urlaube oder Freizeitvergnügungen verzichten. Über 20 ehemals Beschäftigte gingen sogar nach Afghanistan um wieder Arbeit zu finden. Dort arbeiten sie jetzt als Kontraktarbeiter für die US-Regierung.

Amerikaner brauchen Russen
Die glorreichen Tage des US-Weltraumprogrammes liegen unterdessen lange zurück. Momentan haben die USA gar keine Möglichkeit selbst Astronauten ins Weltall zu schicken, da das alte Space Shuttle Programm nach Sicherheitsmängeln und dem Absturz der Columbia eingestellt wurde.

Ein neues Programm gibt es noch nicht und so sind die Amerikaner momentan auf Unterstützung ihrer größten Rivalen in Weltraumfragen, dir Russen, angewiesen. Es sieht so aus als könnte die Durststrecke für die ehemaligen NASA-Beschäftigten noch länger dauern. Immerhin ist mit Newt Gingrich auch der Kandidat aus dem Rennen um die US-Präsidentschaft ausgeschieden, der den Mars kolonisieren wollte.