Apolo zündete nicht: "Rocket Man" Ahn Doppel-Olympiasieger im Short Track

Südkoreaner gegen Amerikaner in Turin unbesiegt

Als die letzte Apolo-Stufe nicht zündete, brachte "Rocket Man" Ahn Hyun-Soo auch seine zweite Gold-Mission mit einer Punktlandung ins Ziel. Der 20-jährige Südkoreaner ist schon jetzt der Shorttrack-Star der XX. Olympischen Winterspiele in Turin. Und der US-Amerikaner Apolo Anton Ohno der große Verlierer.

Im 1.000-Meter-Finale verzückte Ahn seine Landsleute zu Hause und die Zuschauer im Eispalast Palavela mit dem zweiten Olympiasieg. Auch die 1.500 Meter hatte der zehnfache Weltmeister gewonnen, zuvor hätte sein besiegter US-Rivale fast das B-Finale boykottiert. "Ich habe Apolo hier in jedem Lauf zum Gegner gehabt und ihn jedes Mal geschlagen. Das gibt mir ein ganz besonderes Glücksgefühl", betonte der Profi aus Gyeonggi ganz leise, fast bescheiden. Acht Stunden trainiert das kleine Energiebündel täglich.

Für Ohno blieb bei der Gala der asiatischen Kampfsprinter auf dem 111 Meter langen Eisoval immerhin noch Bronze. Ein Erfolg, wie der US-Boy versicherte, und nach dem 1.500-Meter-Debakel zugleich Wiedergutmachung und Genugtuung. Doch gegen Ahn und dessen zweitplatzierten Teamkollegen Lee Ho-Suk war der 23-Jährige aus Seattle chancenlos.

1.000 m Herren:
1. Ahn Hyun-Soo KOR 1:26,739 Minuten
2. Lee Ho-Suk KOR 1:26,764
3. Apolo Anton Ohno USA 1:26,927
4. Rusty Smith USA 1:27,435
5. Li Ye CHN 1:29,918

(apa)