Antibaby-Spritze von

Verhütung bleibt Frauensache

Zumindest vorerst. Antibaby-Spritze für den Mann hat zu starke Nebenwirkungen

Antibaby-Spritze - Verhütung bleibt Frauensache © Bild: Corbis

Auf die "Pille für den Mann" muss derselbe wohl noch eine zeitlang warten. Nach nur zwei Jahren brach die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ihre Studie zur Antibaby-Spritze ab. Nebenwirkungen wie Depressionen, schwindendes Interesse an Sex und Gewichtszunahme waren der Grund.

"Wir müssen jetzt neu anfangen", sagt Projektleiter Michael Zitzmann gegenüber "apotheken-umschau.de". Zu Beginn der Studie hielt man es am Zentrum für Reproduktionsmedizin der Uni Münster noch für möglich, dass die Antibaby-Spritze für den Mann 2012 auf den Markt käme. Von der anfänglichen Euphorie ist jetzt nichts mehr zu spüren.

Unbekömmlicher Hormonmix
Schade, denn den Test als Verhütungsmittel hat die Methode mit Bravour bestanden: Das Ziel der Spermienlosigkeit wurde bei allen Teilnehmern erreicht. Dafür wurde den Männern alle acht Wochen ein Mix aus Testosteron und dem weiblichen Hormon Gestagen verabreicht. Während Gestagen die körpereigene Testosteronproduktion und damit die Herstellung der Samenzellen verringert, sorgt das zugeführte männliche Sexualhormon dafür, dass der Testosteronspiegel nicht zu stark abfällt.

Lust am Sex geht verloren
Die Nebenwirkungen wie Depressionen, verringerte Libido und Gewichtszunahme lassen sich laut Zitzmann auf das Gestagen zurückführen. In der hohen Dosis sei es für den männlichen Körper ein praktisch unbekannter Stoff. Nun setzen die Experten ihre Hoffnung darauf, das weibliche Hormon durch eine andere Substanz ersetzen zu können.

Spritze statt Pille
2007 beendete der Pharmahersteller Schering (heute Bayer) ein ähnliches Projekt. Damals litten nahezu alle Teilnehmer unter starken Stimmungsschwankungen. Interessanterweise auch jene, die ein Placebo verabreicht bekamen. Obgleich immer wieder von der Pille für den Mann gesprochen wird, würde die Verhütung per Tablette bei ihm vermutlich nicht funktionieren. Die Leber würde oral eingenommene Hormone umwandeln, der gewünschte Erfolg bliebe aus.

Kommentare

bamsn melden

... heriengefallen hhihihihi ...
sind wir hier im kindergarten ?

es is mir schnurz egal ob du mann, frau, transe, or what ever bist

sidestep13 melden

@bamsn Oh je, da ist aber einer empört, dass er sich geirrt hat. Was deine Sprache anbelangt: Wie war das doch mit dem IQ, der sich auf der Nulllinie zu bewegen scheint?

sidestep13 melden

Wieder eine nicht nachzuvollziehnde, männerfreundliche Entscheidung Wegen zu vieler Nebenwirkungen werden die Forschungen zur "Pille für den Mann" eingestellt. Als die ersten Pillen für die Frauen auf den Markt kamen, da gab es vom Kopfweh über Erbrechen bis hin fast zur Bewußtlosigkeit Nebenwirkungen für die Frauen. Aber all das machte nichts. Die Frauen hatten das zu akzeptieren. Aber natürlich kann man es keinem Macho zumuten, wegen der Verhütung Kopfweh zu bekommen. Das sollen gefälligst die Frauen haben. Noch Fragen?

serenity2010 melden

Re: Wieder eine nicht nachzuvollziehnde, männerfreundliche Entscheidung na diese nebenwirkungen sind ja nicht neu. man nehme den beipackzettel einer beliebigen antibabypille oder antibabypflaster .... und lese dort nach.
der einzige unterschied ist der, daß es wurscht ist, wenn frauen diese nebenwirkungen haben. denn männern kann man das ja nicht zumuten.
nunja, das ist schon richtig. ich nehme schon lange keine hormone mehr, eben wegen all der nebenwirkungen. ich kann also die männer und die forscher verstehen, gebe ihnen sogar recht. aber wer kümmert sich bei all den frauen um die nebenwirkungen?

bamsn melden

Re: Wieder eine nicht nachzuvollziehnde, männerfreundliche Entscheidung oh gott, da haben sich zwei emanzen gefunden ...

wall-e melden

Re: Wieder eine nicht nachzuvollziehnde, männerfreundliche Entscheidung Ach die Armen. Alle werden gezwungen. Täglich steht einer hinter ihnen und klatscht ihnen dermaßen eine, das nicht mal Google sie anschließen wiederfindet.

Vor soviel Dummheit ist kein Kraut gewachsen. Ohne weitere Worte.

casiopeia20 melden

Re: Wieder eine nicht nachzuvollziehnde, männerfreundliche Entscheidung eh klar, dass die Männer jetzt wieder aufschreien von wegen "Emanzen", dabei ist es eine Tatsache, dass Medikamente (und darunter fällt auch die Pille) für Männer designt werden!

sidestep13 melden

@bamsn Hereingefallen! Ich bin ein Mann und keine Emanze. Aber dieser Hereinfall macht bei Dir nichts. Wenn ich dein Posting sehe, dann verzeihe ich dir alles, weil sich dein IQ offensichtlich an der Nulllinie bewegt!

wall-e melden

Re: Wieder eine nicht nachzuvollziehnde, männerfreundliche Entscheidung @casiopeia20: Nee, hat nichts mit männergeschrei zu tun.
Aber der Reihe nach:
Wenn meine Oma vor 40 Jahren gewusst hätte, was wir heute wissen, hätte sie die Pille nicht genommen.
Bis vor einigen Jahren war es auch noch nicht klar, dass Rauchen schädlich ist!
Also; Was hat das mit \'männerfreundlicher Entscheidung\' zu tun. Man weiss heute einfach mehr und darauf beruhen Entscheidungen. Noch Fragen?

casiopeia20 melden

Re: Wieder eine nicht nachzuvollziehnde, männerfreundliche Entscheidung @ wall-e: zwischen "wissen" und "wissen" ist ein gewaltiger Unterschied!! Mein FA hält mich noch heute für verrückt, als ich meine Pillen-Beschwerden erwähnte, denn schließlich ist die Pille das beste und sicherste Verhütungsmittel am Markt. Nebenwirkungen ... nur bei ein paar Frauen, aber die würden einfach nix aushalten. Noch Fragen? Auf Alternativen angesprochen meinte er nur, vielleicht noch das Kondom, aber das wird ihre Beziehung nicht lang aushalten (ohne meinen Mann zu kennen!!). Medizin ist meiner Erfahrung nach eher auf Männer ausgerichtet, alles andere (vermehrt von Frauen praktiziert) wird sofort als alternativ/hinterwäldlerisch etc. abgeschrieben.

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