Anti-Korruptions-Gesetze von

Regierung zieht Putzhandschuhe an

SPÖ und ÖVP gründen Arbeitsgruppe für "Sauberkeitspaket"

Anti-Korruptions-Gesetze - Regierung zieht Putzhandschuhe an © Bild: APA/FOHRINGER

Die Regierungsspitze verstärkt angesichts der Imagekrise durch die Korruptionsaffären die Anstrengungen, um das schon vor einem Jahr angekündigte "Transparenzpaket" endlich umzusetzen. Kanzler Werner Faymann (SPÖ) und Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) haben eine Arbeitsgruppe installiert mit dem Auftrag, bis Ende April ein umfassendes "Sauberkeitspaket" vorzulegen, berichtet der "Kurier".

Noch diese Woche sollen die Klubchefs Josef Cap (S) und Karlheinz Kopf (V), Sozialminister Rudolf Hundstorfer und Staatssekretär Josef Ostermayer (beide S) sowie Finanzministerin Maria Fekter und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (beide V) ans Werk gehen. Sie sollen die nach wir vor strittigen Fragen klären - wie etwa ob auch Teilorganisationen vom neuen Parteienfinanzierungsgesetz erfasst werden, ob Kammern ins Lobbyistenregister eingetragen werden sollen und ab welcher Grenze "Anfüttern" strafrechtlich verboten sein soll.

Im Nationalrat haben am Mittwoch Fünf-Parteien-Verhandlungen zum Korruptionsstrafrecht begonnen. Die Justizsprecher von Koalition und Opposition wollen am 16. April wieder zusammentreffen, um gemeinsam mit Experten über die Formulierung des Anfütterungs-Verbots zu diskutieren. Auch mit dem Lobbyinggesetz und den Offenlegungspflichten für Abgeordnete will sich diese Runde befassen, die Regelung der Parteienfinanzierung fällt nicht in ihre Zuständigkeit.

Kommentare

Sauberkeit ? Nur wenn alles transparent und für jeden Bürger der diese politische Kaste erhalten muß einsichtbar wird kann auch mit Ausputzen begonnen werden - nämlich Entfernung der schwarzen Schafe. Es wird sich jeder einzelne Politiker deklarieren müssen, insbesondere im Hinblick auf die kommenden Wahlen ob er für 100% Transparenz ist oder nicht.

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