Der mutmaßliche Serienmörder von Toulouse ist tot. Das hat der französische Innenminister Gueant bestätigt. Zuvor hatte ein Sondereinsatzkommando der französischen Polizei die Wohnung des verdächtigen Mohammed Merah gestürmt. Der 23-Jährige leistete heftigen Widerstand und starb schließlich in einem fünfminütigen Feuergefecht mit der Polizei. Bei dem Schusswechsel sind zwei Polizisten verletzt worden, sagte Gueant. Bei der Durchsuchung der Appartements stellten die Ermittler anschließend die Videos der Bluttaten von Mohammed Merah sicher. Der mutmaßliche Mörder hat seine schrecklichen Taten mit einer Kamera akribisch festgehalten.
Gueant erklärte vor Journalisten, dass der Attentäter sich im Badezimmer versteckt hielt. Als die Beamten in die Wohnung stürmten, habe er sofort das Feuer eröffnet. Die Beamten schossen aus Notwehr zurück, anschließend sei Merah mit einer Waffe in der Hand aus dem Fenster gesprungen und dabei durch einen Kopfschuss getötet worden. Zwei Polizisten seien bei dem Einsatz verletzt worden, aber es sei keiner in Lebensgefahr, teilte der Innenminister mit.
300 Patronen verschossen
Gueant berichtete weiter, dass Mohamed Merah bereits am Vorabend ein Einlenken ausgeschlossen und gesagt hatte, er würde auf Polizisten schießen, die ihn gefangen nehmen wollten. Die Angehörigen der Sondereinsatzeinheit RAID waren gegen 10.30 Uhr in die Wohnung im ersten Stock des Wohnhauses eingedrungen und hatten sich dort langsam vorgetastet. Nach Angaben des TV-Nachrichtensenders BFM wurden am Tatort mehr als 300 Patronen verschossen. Bei dem Einsatz wurden nach offiziellen Angaben zwei Elitepolizisten verletzt.
Staatspräsident Nicolas Sarkozy gratulierte den Einsatzkräften. "Wir denken jetzt besonders an die von dem Mörder Getöteten und Verwundeten", teilte der Präsident mit. Alle Versuche, den Verdächtigen lebend zu fangen, seien gescheitert: "Es hat bereits zu viele Tote gegeben." Die Regierung werde nun Lehren ziehen. Künftig werde jeder, der im Internet zu Hass aufrufe, bestraft. Frankreich habe entschlossen und kaltblütig gehandelt und seine Einheit bewahrt. Rachegedanken oder Wut seien jetzt nicht hilfreich, betonte Sarkozy erneut.
Mutmaßlicher Serienkiller hat alle Bluttaten gefilmt
Die Pariser Staatsanwaltschaft teilte unterdessen mit, der Serienmörder von Toulouse habe alle seine Bluttaten gefilmt. Die bei Mohamed Merah sichergestellten Videos seien erschreckend explizit, sagte der zuständige leitende Staatsanwalt Francois Molins in einer Pressekonferenz. Beim tödlichen Kopfschuss auf sein erstes Opfer habe er erklärt: "Du tötest meine Brüder, und ich töte Dich." Polizisten habe er erklärt: "Wenn ich sterbe, gehe ich ins Paradies - wenn ihr sterbt, Pech für euch!".
Bei seinem zweiten Attentat auf zwei Fallschirmjäger sei Merah zu sehen, wie er die beiden Soldaten erschießt, bevor er mit seinem Motorroller davonfährt und "Allah Akbar!" (Gott ist groß) rufe. Auch die dritte Bluttat in einer jüdischen Schule, wo der 23-Jährige drei Kinder und einen Religionslehrer erschoss, nahm Merah dem Staatsanwalt zufolge auf.
Ende nach 32 Stunden
Rund 32 Stunden hatte sich der mutmaßliche Serienattentäter von Toulouse in einem Haus im östlichen Teil der Stadt verschanzt. Zuletzt war der Kontakt zu ihm abgebrochen. "Wir haben während der Nacht keinen Kontakt mit ihm gehabt. Es ist ziemlich komisch, dass er nie reagiert hat", sagte Gueant noch bevor das Haus gestürmt wurde. Die Polizei wollte den verschanzten 23-Jährigen eigentlich lebend zu fassen bekommen, um ihm den Prozess zu machen. Mohammed Merah habe laut Behörden vor dem Einsatz erklärt, er wolle mit der Waffe in der Hand sterben.
Die ganze Nacht versuchten die Elitepolizisten in einem aufreibenden Nervenkrieg, den mutmaßlichen Täter zur Aufgabe zu bewegen. Die Polizei hat Gas und Strom im ganzen Wohnviertel gekappt und mehrere Explosionen in der Nähe des Wohnhauses ausgelöst, um ihn einzuschüchtern.
Merah hatte sich seit Mittwoch 03.00 Uhr in der Wohnung verschanzt gehalten. Mehrere Versuche, die Wohnung in der Nacht auf Mittwoch zu stürmen, scheiterten, da der schwer bewaffnete Mann durch die Tür auf die Polizisten schoss - und mindestens zwei von ihnen verletzte. Im Austausch gegen ein Telefon übergab er später einen Colt - die mögliche Tatwaffe bei den Morden an insgesamt sieben Menschen in Südfrankreich in den vergangenen Tagen.
"Habe keinerlei Reue"
Im Kontakt mit der Polizei habe er zugegeben, dass er schon für Mittwoch einen weiteren Anschlag gegen einen Soldaten geplant hatte. Zudem habe er zwei Polizisten töten wollen. Der Franzose algerischer Herkunft soll in Toulouse und Umgebung drei Soldaten sowie bei seinem Anschlag auf eine jüdische Schule am Montag drei jüdische Kinder und einen Rabbiner kaltblütig erschossen haben. Mehrere Personen aus seinem Umfeld wurden festgenommen, darunter waren die beiden Schwestern und Brüder des Mannes.
Nach eigenen Aussagen ist Merah Mitglied des islamistischen Terrornetzwerks Al-Kaida. Der mutmaßliche Serien-Attentäter zeige "keinerlei Reue", vielmehr bedauere er, dass er nicht noch mehr Menschen habe töten können, erklärte die Staatsanwaltschaft. Seine Attentate glorifiziere er mit den Worten, er habe "Frankreich in die Knie gezwungen".
Al-Kaida-nahe Organisation bekennt sich
Zudem bekannt sich eine dem Terrornetzwerk Al-Kaida nahestehende Organisation zu den Anschlägen. Die Gruppe namens Jund al-Khilafah (Die Soldaten des Kalifats) forderte Frankreich in einer im Internet veröffentlichten Botschaft auf, seine "feindliche" Politik gegenüber Muslimen aufzugeben.
Geheimdienst vernahm Merah im November
Entgegen erster Berichte ist Merah 2007 offenbar nicht in einem afghanischen Gefängnis gesessen. Der Anwalt des Verdächtigen Mohammed M. in Frankreich, Christian Etelin, erklärte, sein Mandant sei vom Dezember 2007 bis September 2009 wegen bewaffneten Raubes in einem französischen Gefängnis gesessen. Damit könne er in der fraglichen Zeit nicht in Afghanistan inhaftiert gewesen sein.
Der mutmaßliche Serienkiller stand wegen seiner Aufenthalte in Pakistan und Afghanistan schon seit längerem unter Beobachtung des französischen Geheimdienstes. Vergangenen November wurde er vernommen und wieder freigelassen. Der 23-jährige habe glaubhaft erklärt, er sei nur als Tourist unterwegs gewesen.
Stand auf US-Flugverbotsliste
Merah hat zudem als Terrorverdächtiger auf einer US-Flugverbotsliste gestanden. Wie aus Geheimdienstkreisen in Washington verlautete, befand sich Mohamed Merah im Visier der US-Behörden. Der Franzose algerischen Ursprungs sei "seit einiger Zeit" auf der Liste von Personen geführt worden, die wegen mutmaßlicher Verbindungen zu Terrorgruppen nicht in die USA fliegen dürfen.
Frau zeigte Merah vor zwei Jahren wegen Videos an
Nun hat sich auch eine Frau aus Toulouse zu Wort gemeldet: Sie hat nach Angaben ihres Anwalts schon vor knapp zwei Jahren zweimal Anzeige gegen den Serienattentäter zweimal angezeigt, weil er ihrem 15-jährigen Sohn Al-Kaida-Videos mit "unerträglichen" Gewaltszenen gezeigt habe, sagte eine Frau, die nicht genannt werden wollte, der Internetausgabe der Zeitung "Télégramme". Ihr Anwalt Eric Mouton bestätigte die Anzeige, die offenbar nicht weiterverfolgt wurde. Er habe nichts mehr davon gehört.
Frau und Kinder geschlagen
Merah habe ihrem Sohn Filme von hingerichteten Frauen und Männern mit durchgeschnittenen Kehlen gezeigt. Der spätere Serientäter habe den 15-Jährigen auch geschlagen. Nachdem sie eingeschritten sei, habe Merah auch ihre Tochter und sie selbst geschlagen, berichtete die Frau weiter. Merah sei von seinem älteren Bruder Abdelkader beeinflusst worden, der "Kopf" des Duos gewesen und oft ins Ausland gereist sei.
Kommentare
der Zeitpunkt... Es ist schon eigenartig zu beobachten dass die Umfragewerte von Sarkozy im Keller waren und prompt zu dem Zeitpunkt beginnt ein Mann der zu dem Zeitpunkt observiert wurde mit dem morden. Und auf einmal schnalzen die Werte des kleinen Napoleon wieder in die Höhe. Das der Mörder getötet werden musste war doch klar
..der Zeitpunkt der Mordserie kommt doch wem zu Gute!
Erinnert mich irgendwie an Lee Harvey Oswald und dem CIA !
Nur Jüdische Leute sind Menschen? Sind die gestorbene Jüdische Menschen(Kinder,Vater,Mutter,Onkeln Oma) erste in der ganzen Welt?
Oder nur Jüdische haben die Menschlichkeit,und die anderen sind Tieren?Offen Sie Ihre geschlossene Augen ! Schauen Sie an die Welt mit offenen Augen! Was ist mit euch?Wie denken Sie?
part 2 der diesen irren im flug in den kopf schoss,
den gehört ein orden.
wisst ihr kommentatoren eigentlich wie es ist,
abends schlafen zu gehen mit frau und kind,nachdem du gerade einen menschen erschossen hast?
ihr wisst es nicht,,,,,,,,,,,,,,,gott sei dank,nehmt bitte rücksicht auf diese männer,denn die müssen damit leben.
das sind alles teamplayer,und ich denke mal ,wesentlich charakter stärker und willensstärker als so mancher der kommentatoren hier.
ich persönlich gratulier diesen männern.
Die beste Elite Einheit von Frankreich braucht 32 Stunden um einen einzelnen aus einer Wohnung zu holen. Noch dazu ist er jetzt tot, Auftrag war lebendig. Normalerweise geht das Ruck Zuck, Betäubungsgas rein, 10min später Täter raus, Feierabend.
hahaha Hier in Österreich würden jetzt die Leute diskutieren, ob warum die Polizei ihre Waffen benützt hat.
eine elite-einheit ist ein team manche hier reden nur schwachsinn,texas ist weit weg
das ist frankreich und wie überall gelten hier eu-recht,
ich bewundere jeden einzelnen dieser truppe,es ist leicht ,sehr leicht zu sagen rein und bumm und aus,
keiner dieser leute heist rambo,die haben auch familie,
die handeln auf befehl,und nur auf befehl,,,,,,,
da hat eine private meinung keinen platz,der
Sehr gut, dass dieser muslimische Terrorist tot ist. Somit ist ausgeschlossen, dass andere muslimischen Terroristen diesen freipressen können, wie es in diesen fanatischen Kreisen üblich ist. Da dieser Terrorist bereits mehrfach vorbestraft ist, sollte F seine für Kriminelle liberale Einbürgerungs- und Abschiebepraxis gründlich erneuern. Das gilt hingegen nicht nur für F sondern auch für die CH und A...
Re: Sehr gut, braindead
Re: Sehr gut, Ich bin dafür, dass hirntote Antisemitten nicht ausgerottet werden sondern tagtäglich vorgeführt werden als das was sie sind.
Anführungszeichen Warum setzt News so viel in Anführungszeichen? --> Der Mann solle nach Möglichkeit "lebendig" gefasst werden, damit er "verurteilt werden" könne, so Gueant <-- ... Mal abgesehen davon: Warum erschießt man den Kerl nicht? Wir haben Motiv, etc. und wissen wer im Hintergrund agiert. Offensichtlich ist er ein Verwirrter á la Breivik, jede Aufmerksamkeit die ihn zuteil wird bewirkt, dass weitere Psychopathen mit Aufmerksamkeitsdefiziten Nachahmungstaten anstreben. Ich denke auch, dass es darauf hinauslaufen wird, ich jedenfalls würde mir die Kugel geben bevor die mich schnappen ...
Re: Anführungszeichen Kugel!!!!!!!!!!!!
Der war doch viel zu Feige dazu.Warum haben die überhaupt so lange gewartet mit dem Stürmen.
Sind auch Weicheier.
Re: Anführungszeichen bin der gleichen Meinung
ich hätte auch seine Eingangstür zugemauert, damit er in keine andere wohnung kann, Gas und Strom waren abgedreht, und hätte gewartet
ich finde es sinnlos personen (Polizei) zusätzlich in Gefahr zu bringem
Re: Anführungszeichen In den USA hätte es nicht einmal 1 Std gedauert und er wäre schon mit einer Kugel im Kopf herausgeholt worden!!!!!!!!!!!