Anschläge auf Innenministerium verübt: Attentäter töteten in Bagdad 28 Menschen!

Mann zündete bei Gebäude seinen Sprengstoffgürtel Ergebnis der Parlamentswahl verzögert sich wieder

Bei zwei Anschlägen auf das irakische Innenministerium sind am Montag 28 Menschen getötet worden. Mehr als 20 weitere Personen wurden verletzt. Die Attentäter hätten sich als Polizisten getarnt und so die äußeren Sicherheitsschleusen überwinden können, sagte ein Polizeisprecher.

Sunnitische Aufständische sehen in dem Ministerium eine Einsatzzentrale schiitischer Milizen. Im November hatten US-Soldaten einen vom Innenministerium betriebenen Bunker entdeckt, in dem 170 Menschen gefangen gehalten wurden. Die meisten von ihnen waren Sunniten. Viele waren augenscheinlich misshandelt und gefoltert worden.

Ebenfalls in Bagdad erschossen am Montag Angreifer ein Mitglied der Kommission zur "Entbaathifizierung" und verletzte zwei weitere, berichtete die Polizei. Auch ein Offizier des irakischen Geheimdienstes und ein Arzt seien bei weiteren Angriffen getötet worden.

Die Kundmachung des Endergebnisses der Parlamentswahl vom 15. Dezember verzögert sich unterdessen weiter. Die Wahlkommission teilte mit, der Untersuchungsbericht zu den Beschwerden über den Ablauf der Wahl könne nicht wie angekündigt noch am selben Tag veröffentlicht werden. Einige Akten müssten noch geprüft werden. Insgesamt waren 1.800 Beschwerden eingereicht worden, darunter 50 über eine angebliche Manipulation der Ergebnisse.
(apa/red)