Anna-Maria geht es wieder schlechter! Zu schweren Verletzungen noch Lungen-Infekt

Das künstliche Koma wurde verstärkt und verlängert Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung

Anna-Maria geht es wieder schlechter! Zu schweren Verletzungen noch Lungen-Infekt © Bild: RTL

Anna-Maria Zimmermann geht es wieder schlechter. Vor wenigen Tagen waren die Ärzte noch sehr optimistisch, sie soll sofar ihre Augen kurz geöffnet haben. Jetzt hat sich die Sängerin nach ihrem dramatischen Hubschrauberabsturz allerdings eine Infektion im Lungenbereich zugezogen. Auch die Verletzungen vom Unglück selbst seien schwerer als zunächst angenommen, berichtet der Onlinedienst der "Neuen Westfälischen" Zeitung. Bei einer Pressekonferenz am Freitagmittag gab der leitende Chefarzt am Bielefelder Traumazentrum, Professor Fritz Mertzlufft bekannt: "Der Zustand ist sehr ernst."

Das künstliche Koma der jungen Frau wurde von ihren zuständigen Ärzten nun verstärkt und verlängert. Medizinische Apparate sollen die Lunge der Sängerin beim Atmen unterstützen.

Ermittlungen der Staatsanwaltschaft
Nach dem Hubschrauberabsturz ermittelt die Staatsanwaltschaft einem Zeitungsbericht zufolge gegen den Piloten. "Wir prüfen, ob der Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung vorliegt", sagte Oberstaatsanwaltschaft Burkhard Dannewald dem "Westfalen-Blatt". Zimmermann schwebt weiter in Lebensgefahr.

Das Wrack des Hubschraubers war noch am Sonntagabend von der deutschen Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig beschlagnahmt worden, wie das "Westfalen-Blatt" weiter berichtete. Es wird von Experten untersucht. Ein erster Bericht über die mögliche Absturzursache werde erst in sechs bis acht Wochen vorliegen, sagte ein BFU-Sprecher der Zeitung. Er bestätigte, dass es vor einigen Jahren mehrere Abstürze von Hubschraubern des Typs Robinson R 44 gegeben habe, wie ihn Zimmermann benutzt hatte.

Empfehlung, Flugbetrieb einzustellen
Vom deutschen Luftfahrtbundesamt sei sogar empfohlen worden, die Einstellung des Flugbetriebes mit diesem Hubschraubertyp zu verfügen. Die Empfehlung sei damals mit der hohen Rate tödlich verlaufender Unfälle begründet worden, wurde der Sprecher weiter zitiert. Die Empfehlung sei aber nicht umgesetzt worden. Es habe technische Anweisungen geben, um die Absturzgefahr zu bannen. In jüngster Vergangenheit habe es keine Häufung von Vorfällen mit dem Helikopter mehr gegeben, sagte der Sprecher.

Der Hubschrauber mit der Sängerin an Bord war am späten Sonntagnachmittag bei Altenbeken in Westfalen nur hundert Meter von einer Diskothek entfernt abgestürzt, in der Zimmermann auftreten wollte. Der Helikopter mit insgesamt vier Insassen schlug aus geringer Höhe auf einem asphaltierten Feldweg auf. Bei dem Absturz trugen Zimmermanns 37-jähriger Manager, ein 31-jähriger Assistent und der 50 Jahre alte Pilot schwere Verletzungen davon.

(apa/red)