Angst vor China, Russland und Indien: US-Strategen planen bereits neue Superwaffen

Größere Reichweiten Ziel des Verteidigunsministeriums Einheiten zur Terrorbekämpfung werden aufgestockt

Die USA wollen neue Waffensysteme mit großen Reichweiten bauen, um sich gegen potenzielle Rivalen wie China abzusichern. Wie aus einem vom US-Verteidigungsministerium vorgelegten Strategieentwurf hervorgeht, sollen zudem die Spezialeinheiten zur Bekämpfung des Terrorismus um 15 Prozent aufgestockt werden. Außerdem ist ein Einsatzkommando geplant, das Transfers von chemischen, biologischen und nuklearen Waffen verhindern und die Fähigkeiten zur psychologischen Kriegsführung ausweiten soll.

Das vom Kongress angeforderte 92-seitige Dokument nennt neben China auch Indien und Russland als grundlegend für die internationale Sicherheit im 21. Jahrhundert. "Unter den wichtigen und aufstrebenden Mächten hat China das größte Potenzial, um militärisch mit den Vereinigten Staaten zu konkurrieren und zerstörerische Militärtechnologien zu entwickeln, die mit der Zeit die herkömmlichen Vorteile des US-Militärs bei Ausbleiben von Gegenstrategien der USA ausgleichen könnten", heißt es weiter. China werde weiterhin kräftig in Waffen wie Raketen und Marschflugkörper, Luftabwehrsysteme und Unterseeboote investieren. "Das Tempo und der Umfang des militärischen Aufbau Chinas gefährdet bereits die militärischen Gleichgewichte der Region."

Dem Kongress soll dem Dokument nach für 2007 ein Entwurf für ein Verteidigungsbudget von 439,3 Milliarden Dollar (364 Mrd. Euro) vorgelegt werden. Es werde empfohlen, eine neue Langstrecken-"Schlagkraft" bis 2018 zu entwickeln und die derzeitige Flotte von Bombenflugzeugen zu modernisieren. (apa)