American Football: US-Politiker stecken
rund um die Super Bowl im Wettfieber

Hillary Clinton hat schlechte Erinnerungen Schwarzenegger verlor schon NBA-Wette

Bevor in der Nacht auf Montag (0:25 Uhr/MEZ) in Detroit die Super Bowl XL, die 40. Auflage des Endspieles der National Football League (NFL), beginnt, haben in den USA Sportwetten Hochkonjunktur. Nicht nur in der Glücksspiel-Metropole Las Vegas wird gewettet, was die Kreditkarten hergeben. In Firmen und Universitäten laufen unzählige Privatwetten - und selbst die hohe Politik ist vom Wettfieber infiziert.

Senatoren, Kongress-Abgeordnete und Gouverneure fordern - alle Parteigrenzen missachtend - Kollegen heraus. Wichtigste Regel dabei: Es geht nicht um Geld, sondern der Verlierer soll möglichst ausgiebig leiden - am besten in aller Öffentlichkeit, um als angenehmen Nebeneffekt durch die Wette auch noch ein wenig Aufmerksamkeit zu erregen.

Vor laufenden Kameras musste beispielsweise Senatorin Hillary Clinton (New York) einst auf den Stufen des Kapitols das Gedicht "The Raven" ("Der Rabe") von Edgar Allan Poe vorlesen. Die ehemalige First Lady hatte eine Wette gegen Senatoren des Bundesstaates Maryland verloren, deren Baltimore Ravens die New York Giants im Finale 2001 geschlagen hatten. Hätte Clintons Mannschaft gewonnen, hätten die beiden Senatoren aus Maryland Frank Sinatras Klassiker "New York, New York" vor dem US-Parlament anstimmen müssen.

Auch der in der Steiermark verwurzelte Gouverneur Kaliforniens, Arnold Schwarzenegger, ist ein leidenschaftlicher Glücksspieler. Gegen seinen Amtskollegen aus Michigan wettete er 2004 über den Ausgang des NBA-Finales der Los Angeles Lakers gegen Außenseiter Detroit Pistons - und verlor. Als bitter-süße Strafe musste der "Terminator" in aller Öffentlichkeit das Trikot des gegnerischen Teams überstreifen und kalorienreiche Spezialitäten aus Michigan verzehren: Braten mit Pastete, Schokokirschen und dazu einen süßen Softdrink. (apa/red)