Alltag nach Olympia-Jubel zurück: Springer
& Kombinierer wieder im Weltcup am Start

Springer heute mit Team-Bewerb, Sonntag Einzel Nord. Kombi: Neun-Mann-Team in Lathi im Einsatz

Auch für die Olympiasieger aus dem nordischen Bereich ist die Zeit des Feierns nur kurz gewesen: Die Kombinierer und Skispringer des ÖSV steigen am Wochenende in Lahti wieder ins Weltcup-Geschehen ein. Felix Gottwald und Co. greifen auf den restlichen drei Stationen Lahti, Oslo und Sapporo noch nach dem Nationencup, für Gottwald wäre der zweite Gesamtrang noch möglich. Die Skispringer haben ähnliche Ziele.

Doppel-Olympiasieger Thomas Morgenstern hat in der Qualifikation für das Skispringen in Lahti am Sonntag mit 131,3 Punkten (124,5 m) die Bestnote erzielt. Die Höchstweite ging auf das Konto des ebenfalls fix qualifiziert gewesenen Andreas Widhölzl (127,0), der mit 130,3 Punkten Dritter hinter dem Finnen Matti Hautamäki (130,8) war. Andreas Kofler (5.), Martin Koch (8.), Manuel Fettner (28.) und Martin Höllwarth (39.) sind ebenfalls in der Konkurrenz dabei, Daniel Lackner schied bei seiner Weltcup-Premiere als 60. hingegen aus.

Im heutigen Teambewerb werden die vier Olympiasieger Morgenstern, Widhölzl, Kofler und Koch das ÖSV-Quartett bilden.

Kombinierer hoffen auf Stockerplatz
"Ich hoffe schon, dass wir wieder Stockerlplätze holen. Und so wie der Felix derzeit beieinander ist, könnte es sogar ein ganz guter Stockerlplatz werden", hofft "Goldschmied" Günther Chromecek für die Bewerbe in Finnland. Der Cheftrainer befand sich am Mittwoch bereits auf der rund 36-stündigen Auto-Anreise nach Lahti. Gemeinsam mit Servicemann Georg Reisenauer bildete Chromecek mit der gesamten Sportausrüstung die Vorhut. "Dies alles mit dem Flugzeug zu transportieren wäre einfach zu teuer", erklärte "Jacky".

Der scheidende Cheftrainer hat sich mittlerweile auch schon festgelegt, wie es nach der Saison mit ihm weitergeht. Er wird Geschäftsführer des Golfclub Goldegg und hat damit eine Arbeitsstätte in seinem Heimatort gefunden. Und der leidenschaftliche Golfer kann sein Hobby auch zum Beruf machen. Wie üblich in seiner Berufskarriere hat sich Chromecek vorerst für ein Jahr gebunden. Er folgt dem ÖSV-Vizepräsidenten Franz Schellhorn in dieser Funktion nach. Ob er sich in ein paar Jahren eine Rückkehr in die Nordische Kombination vorstellen kann? "Das kann man nie ausschließen", meinte er.

Die Kombinierer, die am Samstag einen Einzelbewerb (13:00/16:00 Uhr) und am Sonntag eine Sprintkonkurrenz (11:45/13:45) absolvieren, sind diesmal gleich mit 9 Mann vertreten: Neben den "goldenen" Gottwald, Mario Stecher, Christoph Bieler und Michael Gruber sowie David Kreiner, Willi Denifl und Bernhard Gruber sind auch zwei Youngsters, Tomaz Druml und Marco Pichlmayr, mit von der Partie. Dieses Team fährt auch nach Oslo weiter, für das Weltcup-Finale in Sapporo sind dann sieben Mann nominiert.

Die Skispringer bestreiten am Samstag einen Teambewerb (17:15) und am Sonntag (13:45) ein Einzel. Neben den Olympiasiegern Thomas Morgenstern, Andreas Kofler, Andreas Widhölzl und Martin Koch sind auch wieder Martin Höllwarth und Wolfgang Loitzl am Start, neu bei den "Adlern" ist der derzeit im Kontinental-Cup bestplatzierte Österreicher, Daniel Lackner aus Oberösterreich. Mit einem tollen Mannschaftsbewerb am Samstag wollen auch die ÖSV-Springer noch die kleinere Chance auf den Nationencup wahren, Morgenstern will im Gesamt-Weltcup noch auf Platz drei losgehen. (apa/red)