Alisar Ailabouni von

GNTM bricht Kontakt zu Familie ab

Bruder Saeid ist verbittert: "Meine schöne Schwester hat mich vergessen"

Alisar Ailabouni - GNTM bricht Kontakt zu Familie ab © Bild: Getty Images/NEWS/Roman Zach-Kiesling

So aus der Welt ist Kematen an der Ybbs gar nicht: Paris, New York, Berlin sind von hier schnell, bequem und preisgünstig zu erreichen. Wenn aber die Schwester, durch die Metropolen jettend, Schönheit und Luxus verkörpert, während der Bruder im Mostviertel verbittert Pizzas in den Ofen schiebt: Dann liegt zwischen beiden eine Welt. Alisar Ailabouni, 23, Oberösterreicherin mit syrischen Wurzeln, wurde vor zwei Jahren von Heidi Klum zu "Germany's next Topmodel" (GNTM) nobilitiert. Seither wetteifern, mit auch finanziell berauschenden Konsequenzen, die weltbesten Designer um die 1,78 Meter hohe Vorzeigeschönheit.

Saeid Ailabouni, 30, ist Alisars großer Bruder. Vor zehn Monaten hat er im heimatlichen Kematen die Pizzeria "Casa Italia" aufgesperrt und wartet nicht erst seither auf ein Lebenszeichen der reichen und berühmten Schwester. "Seit Alisar Topmodel ist, hat sie sich nie wieder bei mir gemeldet. Dabei sind wir doch eine Familie. Und Familienbande sind das Wichtigste im Leben." Dabei, so dachte er, müsse das Erlittene doch Zusammenhalt genug sein.

Harte Kindheit
Alisar hat fünf Geschwister, drei vom selben Vater, der 1989 von Syrien nach Österreich kam. Sie war zum Zeitpunkt der Übersiedlung sieben Monate und wuchs praktisch als österreichisches Kind auf. Saeid: "Wir lebten mit den Eltern in Waldhausen, wir Kinder gingen dort zur Schule. Alisar war so ein liebes Mädchen. Sie war immer nett, fürsorglich. Alles, was wir hatten, haben wir damals geschwisterlich geteilt." 1995 zerbrach die Familie: Der Vater wurde als Schlepper verhaftet und nach Syrien abgeschoben. Drei Geschwister mussten mit, unter ihnen Saeid. Der heute 30-Jährige schaffte es 2002, "in die Heimat Österreich zurückzukommen". Er wurde Lkw-Fahrer und erwarb mit Fleiß die kleine Pizzeria direkt an der Hauptstraße von Kematen.

Alisar konnte sich die qualvollen Umwege ersparen. Sie war mit der Mutter in Österreich geblieben, setzte sich 2010 in der "GNTM"-Show durch und legte eine kometenhafte Karriere als Model hin. Zuletzt wurde sie bei der Berliner "Fashion Week" von der österreichischen Designerin Lena Hoschek engagiert. Die zeigt sich im NEWS-Gespräch hingerissen: "Ihr Gang ist perfekt und voll Power, das passt perfekt zu meiner Show. Alisar hat bei den verschiedenen Fashion Weeks enorm viel Erfahrung gesammelt. Sie gehört jetzt einfach zu einer Topmodel-Riege, ist extrem professionell, dazu noch freundlich. Sie hat es als Model wirklich geschafft."

Vom Flüchtlingskind zum Glamour-Girl
Die Fakten lassen keine andere Interpretation zu: 17 Modelabels buchten die österreichische Vorzeigeschönheit zuletzt bei der Fashion Week in New York. Beim Londoner Pendant im Herbst 2011 lief sie für mehr als zehn Designer. Supermodels cashen hier 20.000 Euro pro Abend. Minimum. Und Alisar zog durch den "GNTM"-Sieg Werbeaufträge für C&A, Gillette und Maybelline an Bord. Lukrative Deals, die in die Zehntausende Euro gehen. Vom syrischen Flüchtlingskind ist die kantige Schwarzhaarige längst zum Glamour-Girl mit gut gefülltem Portemonnaie geworden.

Genau da sieht Bruder Saeid das Problem: "Ich würde mich nie bei ihr melden. Dann glaubt sie doch nur, dass ich ihr Geld will. Mit meiner Pizzeria habe ich mein Auskommen. Ich will nur, dass sie eines Tages zu mir kommt. Dann mache ich ihr eine gute Pizza aus dem Steinofen. Wir sind doch Geschwister."

Vater lebt krank in Syrien.
Auch für Vater Nabeel Ailabouni, 67, wünscht sich Saeid eine etwas familienfreundlichere Entwicklung. "Er ist in Syrien. Ich habe ihn vergangene Woche besucht, weil es ihm schlecht geht. Sein größter Traum im Leben wäre es, alle seine sechs Kinder noch einmal zu sehen", sagt der Sohn in großer Bedrückung. Doch ist der umfängliche Nachwuchs - nur eines der sechs Kinder wurde in Österreich geboren - in alle Himmelsrichtungen zerstreut. Saeid lebt in Niederösterreich, zwei Geschwister sind in Syrien, zwei in Oberösterreich, und Alisars Mutter lebt mit neuer Familie in der Steiermark. Saeid: "Es ist schwer. Wir haben so viel gemeinsam durchgemacht, und jetzt sehen wir einander nicht mehr. Aber unsere harte Kindheit ist ein Band, das uns für immer zusammenhalten wird."

Von Alisar bleibt nur ein Foto.
Von der robusten, unzerreißbaren Sorte scheint es allerdings doch nicht zu sein. Manchmal ist Alisar ganz in Saeids Nähe, im lokalen Einkaufszentrum oder bei einer Freundin in Amstetten. Doch der melancholische Gastronom wartet vergebens auf ihren Besuch: "Ich würde ihr gern meine Familie vorstellen, meine Zwillingsmädchen, auf die ich so stolz bin."

Bei Alisars Management in München erbittet man auf NEWS-Anfrage Verständnis. Alisar sei "sehr, sehr, sehr im Stress". Man möge ihr nichts übelnehmen, sie sei außerstande, Fragen zu Karriere oder zu den privaten Umständen zu beantworten. Und so bleibt Saeid nur ein Exklusivfoto, einzigartig inmitten der Flut glamouröser Ablichtungen der berühmten Schwester: ein altes, aber ihr ähnlicheres aus den schönen, schweren Tagen.

Kommentare

??? wer bitteschön sollen die sein ? oder, was können die besonderes ?

Ayna melden

Armer Bruder*gg* und das sommerloch* ist gefüllt,hallelujaaaa...:-)

freud0815 melden

Re: Armer Bruder*gg* und irgendwann blättert bei alisar-wie auch den anderen frauen der welt-der lack ab. ihre kohle wird an doks und chirurgen weggeschleudert die leider auch noch nicht den jungbrunnen entdeckt haben und sie wird bei ihrem brudek pizzas verkaufen......
mein mitleid hält sich da ganz arg in grenzen, der ist ohne sie besser dran
was für ne familie-papa schlepper...tztztztz

Seite 1 von 1  
Aktuelle Ausgabe