AK-Test in Wien: Pestizide wurden in
frisch gepressten Orangensäften entdeckt

In fünf von 13 Saftproben nachgewiesen

Mehr als ein Drittel der von der Arbeitskammer (AK) in Wien überprüften frisch gepressten Orangensäfte in Supermärkten oder bei Marktständen wies Schädlingsbekämpfungsmittel auf. Das ist das Ergebnis eines Tests bei 13 Anbietern, den die AK am Freitag veröffentlicht hat. In fünf Saftproben wies die AK Schadstoffe nach.

Bei den fünf beanstandeten Getränken wurde das Oberflächenbehandlungsmittel ortho-Phenylphenol nachgewiesen. In zwei Fällen wurde der Grenzwert von 0,01 Milligramm pro Liter sogar leicht überschritten. Eingekauft wurden die Säfte mit Schadstoffen bei zwei Verkaufsständen am Floridsdorfer Markt, bei einem Verkaufsstand im Donauzentrum, im Galleria-Einkaufszentrum auf der Landstraßer Hauptstraße und bei einem Verkaufsstand am Karmelitermarkt.

"Werden für den Saft behandelte Früchte ausgepresst, sollen die Säfte zuverlässig gekennzeichnet werden", fordert AK-Konsumentenschützer Heinz Schöffl. Um Schimmel zu vermeiden, werden Zitrusfrüchte üblicherweise mit Thiabendazol, ortho-Phenylphenol, Diphenyl und Diphenylamin sowie Imazalil behandelt. Behandelte Früchte müssen beim Verkauf gekennzeichnet sein.

Neun als "Bio" ausgewiesene Zitrusfrüchte, die die AK ebenfalls unter die Lupe nahm, waren übrigens völlig in Ordnung. Bei keiner Probe wurden Pestizide über der Nachweisgrenze festgestellt.

(apa)