Admira-Krise von

Nur eine Geldstrafe

Strafe in fünfstelliger Höhe, Sticheleien mit Altach gehen ungebremst weiter

Admira-Krise - Nur eine Geldstrafe © Bild: GEPA/Anchuelo

Aufsteiger Admira darf in der Bundesliga mitspielen. Zwar muss der Verein eine Geldstrafe in fünfstelliger Höhe berappen, ein möglicher Punktabzug und der damit verbundene Nicht-Aufstieg bleibt den Südstädtern aber erspart. "Wir glauben nach wie vor, dass wir im Recht sind. Deshalb werden wir Protest gegen die Geldstrafe einlegen", meinte Admiras Club-Präsident Robert Trenkwalder zur APA sogar.

"Von einem Punkteabzug oder der Aberkennung des Titels war in keiner Weise die Rede. Dafür gab es keinerlei Angriffspunkte", sagte Trenkwalder, der bei seinem Verein verbotenerweise doppelte Spielerverträge abgeschlossen haben soll. Dadurch hatte sich der zweitplatzierte SCR Altach Chancen auf den Aufstieg ins Oberhaus ausgerechnet. Die Vorarlberger hatten die zweithöchste Spielklasse Österreichs mit nur einem Zähler Rückstand auf die Admira abgeschlossen.

Ohne einen konkreten Namen zu nennen, sprach Trenkwalder von einem "nicht sehr sportlichen Verhalten eines Vereins". Da die Bundesliga von der Admira nicht von der Vertraulichkeit entbunden worden ist, gab es vonseiten der Liga keine Reaktionen zur Causa, auch die genaue Höhe der Strafe blieb geheim.

Admiras General Manager Alexander Friedl war stets felsenfest überzeugt, dass es keine Auswirkungen auf den Spielbetrieb geben werde. "Ein Punkteabzug war für uns kein Thema, wir waren immer optimistisch. Diese Sache hat uns sehr viel Zeit geraubt. Das Urteil ist nicht zufriedenstellend, jede Geldstrafe ist zu viel. Wir sind nach wie vor der Meinung, korrekt gehandelt zu haben", so Friedl.

"Auch durch die mediale Vorverurteilung ist es uns anscheinend nicht gelungen, den Senat 5 zu überzeugen", erklärte Friedl weiter. Die Kühbauer-Schützlinge starten nun am 16. Juli mit einem Auswärtsmatch vor leeren Tribünen im Hanappi-Stadion gegen Rapid in die Saison. Für Altach geht es bereits am 11. Juli daheim gegen die Vienna los.

Altach bleibt am Rechtsweg
Altach hatte bereits vor der Entscheidung der Bundesliga angekündigt, in der Causa alle rechtlichen Mitteln ausschöpfen zu wollen. Die Vertagung der Liga hätte diese Möglichkeiten zeitlich weiter erheblich eingeschränkt, da die Einhaltung des verbandsinternen Instanzenwege vor Beginn der Spielsaison 2011/12 am 11. Juli nun keine endgültige Entscheidung mehr bringen würde.

Wie Altach in einer Aussendung feststellte, sei man trotzdem "nahezu gezwungen", einen Antrag auf einstweilige Verfügung einzubringen. Auch, wenn diese wenig Aussicht auf Erfolg habe. "Die 'faktische Übermacht' der Österreichischen Fußball-Bundesliga gegen Mitglieder, die ihre Rechte wahrnehmen, wird einem gerade als Vorarlberger Verein aus dem fernen Westen wieder einmal sehr deutlich vor Augen geführt", hieß es in dem Statement. Altach habe sich aber entschlossen, diese Angelegenheit wenn nötig auch nach Beginn der Spielsaison aufklären zu wollen.

Kommentare

Eine Frechheit Dieses Urteil ist eine Frechheit, wenn hier illegal mit doppelten Verträgen gearbeitet wurde, dann ist das nicht Bundesligatauglich. Ganz schlimm so ein Urteil. Dann wird das Beispiel Schule machen, und die Vereine werden gerne die fünfstelligen Strafen zahlen, die Sie sich bei den Verträgen erspart haben. Das kann einfach nicht sein.

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