Adipositas von

Zu dick fürs Spital

Bern: Stark übergewichtige Patienten werden ins Tierkrankenhaus verlegt

Adipositas - Zu dick fürs Spital © Bild: Corbis

Was tun, wenn ein Mensch so dick ist, dass er im Krankenhaus nicht mehr mit den üblichen Geräten behandelt werden kann? Wenn er z.B. nicht mehr in den Magnetresonanztomographen passt? Ganz einfach: Dann wird er in die Tierklinik verlegt. Grotesk, in Bern aber Usus.

Die Menschen werden immer dicker . Dieser Trend stellt auch die Krankenhäuser vor neue Herausforderungen. Im Berner Inselspital behilft man sich mit einer ebenso ungewöhnlichen wie simplen Regelung: Allen Patienten, deren Body Mass Index (BMI) höher als 55 ist, wird laut "20min.ch" eine Behandlung im Tierspital zuteil. Zur Veranschaulichung: Bei einem BMI von 30 bis 35 spricht man von Fettsucht der Stufe I, ab einem BMI von 35 von Fettsucht der Stufe II. Der BMI von Normalgewichtigen liegt zwischen 18,5 und 25.

Geräte zu teuer
Dem Schweizer Online-Portal zufolge kommt es etwa zehn Mal im Jahr vor, dass ein Patient ins Tierspital verlegt werden muss. Zwar gebe es Geräte, die auch genügend Platz für Adipöse bieten. Doch könne man sich diese aufgrund der hohen Kosten und zur Zeit nicht leisten. Immerhin würde die Anschaffung entsprechender Geräte mehrere Millionen Franken kosten. Neben für die Betroffenen zu eng geschnittenen Gerätschaften mangle es auch an verstärkten Betten, Toiletten und breiteren Stühlen.

Weltweites Problem
Übergewicht ist nicht nur ein Problem wohlhabender Länder. Vor allem auch in den ärmeren Regionen der Welt werden die Menschen immer dicker . Mitschuld daran tragen die großen Lebensmittelkonzerne, die die Menschen zum zügellosen Konsum zucker - und fetthaltiger Nahrung verführen.

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