Adieu, Goldener Klimt!

Adieu, Goldener Klimt!

Die 235-Millionen-Klimt-Pleite für Gehrer: Nach dem Sensationsurteil: Wie man die Kunstschätze im Land halten will. Und: Welche Werke noch strittig sind.

Maria Altmann gilt als gütiger, langmütiger Mensch. Die Art Güte, die ihr in diesen Tagen seitens der alten Heimat Österreich abverlangt wird, vermag sie indes nicht aufzubringen. Nicht nach diesen sieben Jahren, in denen Elisabeth Gehrer Altmann’sche Einladungen zur gütlichen Regelung nicht einmal der Beantwortung wert fand. Nicht nach diesen sieben Jahren Rechtsstreit, an dem sich die alte Dame selbst im Fall des Erlebens finanziell erschöpfen sollte. Zu dessen Finale allerdings die Repräsentanten der Republik älter aussehen als die 89-jährige Emigrantin.

Anfang dieser Woche befand ein Schiedsgericht die Ansprüche der Maria Altmann auf fünf in der Österreichischen Galerie (Oberes Belvedere) hängende Bilder Gustav Klimts für rechtens: „Adele Bloch-Bauer“ I und II, „Buchenwald“, „Apfelbaum“ I und „Häuser in Unterach am Attersee“ sind Nazi-Raubgut und müssen restituiert werden. Wenigstens die weltberühmten Frauenporträts sollten doch in Wien verbleiben, regte daraufhin Maria Altmann an. Doch die Ministerin ließ in harschem Tiroler Idiom ausrichten: „Es übersteigt bei weitem unsere finanziellen Möglichkeiten, diese Bilder anzukaufen.“ Vielleicht, so der an Dreistigkeit reichende Zusatz, sei die Familie Altmann ja bereit, die Bilder als Leihgabe zur Verfügung zu stellen.

„Leihgabe? – No way“ , sagt allerdings der siegreiche Altmann-Anwalt Randy Schoenberg zu NEWS. Seine Mandantin würde die Bilder „zu einem fairen Preis in Österreich lassen“, doch höre man von dort, dass die Bereitschaft nicht sehr hoch sei. Frau Altmann, der das Wohl ihrer Kinder und Enkel am Herzen liege, könnte die Bilder nun an den Meistbietenden verkaufen. Und die finden sich in den USA rasch, zumal die „Goldene Adele“ – ein Porträt von Altmanns Tante Adele Bloch-Bauer – ein Meisterwerk von Weltrang ist. Schoenberg: „Sie wird die Bilder erst einmal genießen und dann eine Entscheidung treffen.“

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