Achtung Langfinger! Wiener Polizei baut SMS-Warnsystem vor Dieben nun weiter aus

Erweiterung um fünf Bezirke bis Ende März 2006 Pilotprojekt wurde von Betrieben gut angenommen

Achtung Langfinger! Wiener Polizei baut SMS-Warnsystem vor Dieben nun weiter aus © Bild: dpa/Dedert

Die Wiener Polizei weitet ihre SMS-Warnungen vor Taschendieben und Falschgeldvertreibern aus. Mit Hilfe dieses Gemeinschaftsprojekts zwischen Exekutive und Wiener Wirtschaftskammer soll Geschäftsleuten in der Landeshauptstadt mehr Sicherheit gewährleistet werden. Seit eineinhalb Jahren läuft bereits ein entsprechender Pilotversuch in fünf Gemeindebezirken - bis Ende März soll das Warnsystem um fünf weitere erweitert werden, so Generalmajor Karl Mahrer.

Das System funktioniert folgendermaßen: Beteiligte Händler hinterlassen ihre Handynummern bei der Wiener Wirtschaftskammer. Die Nummern werden auf einem Internetportal festgehalten, auf das die Polizei zugreifen kann. Werden von einem Unternehmen, Passanten etc. Taschendiebe oder Geldfälscher gemeldet, sendet die Funkleitstelle der Exekutive die Botschaft an die in dieser Gegend angesiedelten Geschäftsleute.

Warnservice & Präventivtipps
"Vorsicht, Taschendiebe in der Meidlinger Hauptstraße unterwegs! Gesucht wird nach zwei Personen bekleidet mit schwarzem Mantel und schwarzem Schlapphut...". So oder ähnlich könnte die Nachricht lauten, durch die Verkäufer und Kaufhausdetektive vorgewarnt werden sollen, so Mahrer. Zusätzlich zu dem aktuellen Warn-Service versendet die Polizei alle zwei bis drei Wochen Präventivtipps, wie man Ladendiebstahl am besten vorbeugen kann. Die Kosten für das Warn- und Info-System trägt die Wiener Wirtschaftskammer.

Pilotprojekt gut angenommen
Aus der bisherigen Erfahrung habe sich gezeigt, dass dadurch das subjektive Sicherheitsgefühl enorm gesteigert wurde, sagte Mahrer. Das betonte auch WKW-Präsidentin Brigitte Jank. Sie zeigte sich erfreut, dass das Präventionssystem von den Wirtschaftstreibenden so gut angenommen wurde. Bisher waren 700 Geschäftsleute aus den Bezirken Meidling, Hietzing, Ottakring, Herrnals und Leopoldstadt beteiligt. Bis Ende März sollen auch Landstraße, Neubau, Alsergrund, Favoriten sowie Liesing eingebunden werden. Rund 3.000 Händler sollen das Service beziehen. (APA/red)