Absturz von iranischem Militärflugzeug an türkischer Grenze: Alle elf Passagiere tot!

Chef der Revolutionsgarden ist unter den Opfern

Beim Absturz eines iranischen Militärflugzeugs sind am Montag mehrere ranghohe Vertreter der iranischen Revolutionsgarden getötet worden. Das Flugzeug vom Typ Falcon mit elf Passagieren an Bord sei nahe der Grenze zur Türkei abgestürzt, meldeten die Nachrichtenagenturen Mehr, Fars und das staatliche Fernsehen. Alle Passagiere seien ums Leben gekommen. Zuvor hatte die staatliche Nachrichtenagentur Irna von 13 Toten gesprochen. Unter den Opfern befindet sich demnach auch der Chef der Landstreitkräfte der ultrafundamentalistischen Revolutionsgarden, Ahmad Kazemi.

Außerdem kamen sieben ranghohe Offiziere ums Leben, wie die den Revolutionsgarden nahe stehende Nachrichtenagentur Fars meldete. Darunter sei auch der Chef des Geheimdienstes der Landstreitkräfte, Said Mohtadi. Bei den weiteren drei Opfern handle es sich um Besatzungsmitglieder. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Mehr war ein Motorschaden für das Unglück verantwortlich. Die Region um die Absturzstelle ist bergig und in der derzeitigen Jahreszeit für ihre schwierigen Witterungsbedingungen bekannt.

Die Revolutionsgarden wurden als ideologische Armee der Islamischen Republik gleich nach dem Sturz des Schahs 1979 gegründet. Sie stehen unter der direkten Kontrolle des geistlichen Oberhauptes Ayatollah Ali Khamenei. Unter ihrem Dach fasste die neue Führung mehrere paramilitärische Eliteeinheiten zusammen. Ayatollah Khomeini wollte sich angesichts möglicher Widerstände in der regulären Armee und linker Rebellengruppen den militärischen Rückhalt im Land sichern.

(apa/red)