37-Jähriger geistig verwirrter Oststeirer auf 2 Autobahnen 20 km als Geisterfahrer

Mann konnte von Autobahnmeisterei gestoppt werden Den Führerschein ist der Steirer jetzt los

Rund 20 Kilometer war ein geistig verwirrter Mann am Dienstag mit seinem Pkw im Raum Graz sowohl auf der Pyhrn- als auch auf der Südautobahn unterwegs. Der Oststeirer, der sich wegen seines psychischen Zustandes auf dem Weg in die Nervenklinik Sigmund Freud nach Graz befand, konnte schließlich auf einem Parkplatz in Lieboch von Bediensteten der Autobahnmeisterei gestoppt werden. Seinen Führerschein musste der 37-Jährige abgeben.

Nach Angaben der Polizei grenzt es an ein Wunder, dass es zu keinem Unfall gekommen ist: Der Mann aus Blumau (Bezirk Fürstenfeld) sollte am Dienstag mit einem Rettungswagen in die Nervenklinik gebracht werde, da sich der psychische Zustand des Oststeirers, der sich schon seit Jahren in ärztlicher Behandlung befinden soll, angeblich erheblich verschlechtert hatte. Der 37-Jährige weigerte sich aber, in den Wagen des Roten Kreuzes zu steigen - stattdessen fuhr er selbst mit seinem Pkw nach Graz.

Auf der Pyhrnautobahn (A9) verlor der psychisch kranke Mann allerdings die Orientierung, drehte um und fuhr als Geisterfahrer auf der Südautobahn (A2) in Richtung Kärnten. Kurz vor Mooskirchen legte der 37-Jährige dann auf einem Parkplatz im Gemeindegebiet von Lieboch (Bezirk Graz-Umgebung) eine Pause ein. Dort konnte er schließlich von Bediensteten der Autobahnmeisterei davon abgehalten werden, weiter zu fahren. Die Polizei nahm dem Geisterfahrer den Führerschein ab. Er wurde schlussendlich sicher in die Nervenklinik eingeliefert.
(apa)