21 Tote bei Bus-Kollision mit Zug im Süden Russlands: Alle Bahn-Insassen unverletzt

Für Unfall verantwortlicher Busfahrer ebenfalls tot

Beim Zusammenstoß eines Personenzugs mit einem Bus sind in Südrussland 21 Menschen getötet worden. Bei starkem Nebel habe der Busfahrer alle Warnsignale missachtet und sei auf einen Bahnübergang gefahren, wo er von der Elektrolok mit einer Geschwindigkeit von 90 Stundenkilometern erfasst wurde. Das teilten die Behörden im Gebiet Krasnodar mit. Die meisten Todesopfer waren Frauen auf dem morgendlichen Weg zur Arbeit. Der nach Polizeiangaben für den Unfall verantwortliche Busfahrer starb im Krankenhaus.

In Krankenhäusern der Region, 1.300 Kilometer südlich von Moskau, wurden fünf Businsassen mit teilweise lebensgefährlichen Verletzungen behandelt. In ersten Berichten war zunächst von 22 Toten die Rede. "Es war neblig, der Fahrer bemerkte den Zug nicht, die Warnsignale funktionierten und dennoch setzte der Bus seine Fahrt fort", teilte ein Polizeisprecher am Unfallort nahe der Kreisstadt Ust-Labinsk mit.

Durch die Wucht des Zusammenstoßes wurden Trümmerteile bis zu 100 Meter durch die Luft geschleudert. Die Elektrolok entgleiste. Der Lokführer erlitt leichte Schnittverletzungen im Gesicht. Die Passagiere im Zug wurden nicht verletzt. Einsatzkräfte brachten die Toten zur Identifizierung durch Angehörige in die Leichenhalle von Ust-Labinsk.

Auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion ereignen sich immer wieder tödliche Zusammenstöße an Bahnübergängen ohne Schranken. Häufig ignorieren Fahrer die Warnsignale der veralteten Bahnübergänge, weil der Straßenverkehr oftmals minutenlang warten muss, ohne dass sich ein Zug nähert. (apa)