2005 war Rekordjahr für österreichische Investmentfonds: Volumen von 156 Mrd. €

Bedeutet Anstieg um ein Viertel gegenüber 2004 13,6 Milliarden Euro Performancezuwachs

2005 war Rekordjahr für österreichische Investmentfonds: Volumen von 156 Mrd. €

Ein Rekordjahr konnte im Vorjahr die österreichische Investmentfondsbranche verzeichnen. 2005 habe sich "völlig überraschend" als das bisher bester Jahr der österreichischen Investmentfondsbranche präsentiert, so Wolfgang Dorten, Generalsekretär der Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG) am Freitag in einer Pressemitteilung. Das gesamte Fondsvolumen war per Ende 2005 mit 155,6 Mrd. Euro (nach 124,8 Mrd. Euro) um 24,6 Prozent höher als Ende 2004.

Die Zuwächse beliefen sich auf 30,8 Mrd. Euro. Im bis dahin besten Jahr 1999 waren es 24,7 Mrd. Euro. Von den fast 31 Mrd. Euro Zuwachs stammten 20,6 Mrd. Euro aus Anteilsscheinabsätzen und 13,6 Mrd. Euro aus Performancezuwachs, während 3,4 Mrd. Euro an die Anteilsinhaber ausgeschüttet wurden.

Die Performance habe sich ausschließlich von der positiven Seite gezeigt, so die VÖIG. Die auf Österreich spezialisierten Aktienfonds hätten im dritten Jahr mit überdurchschnittlichen Wertentwicklungen geglänzt. 2005 lag die Performance mit 47 Prozent aber unter dem Wert von 2004 mit 53,3 Prozent. Im Jahr 2003 waren es 35,7 Prozent.

Österreichfonds gingen besonders gut
Besonders von der guten Entwicklung profitiert hätten die auf Österreich spezialisierten Aktienfonds. Davon profitierten wiederum die für die staatlich geförderte Zukunftsvorsorge aufgelegten Fonds, deren 40-prozentiger Aktienanteil überwiegend in österreichischen Aktien veranlagt ist. Die insgesamt 16 Zukunftsvorsorge-Fonds mit einem Volumen von 231,5 Mio. Euro legten durchschnittlich um 22 Prozent an Wert zu.

Bei den europäischen Aktienfonds gab es ein durchschnittliches Plus von 28,15 Prozent, US-Aktienfonds brachten immerhin 17,9 Prozent Wertsteigerung.

Im festverzinslichen Bereich ließen vor allem die Dollarrentenfonds die negativen Ergebnisse der Vorjahre vergessen und bescherten den Anteilsinhabern eine durchschnittliche Steigerung der Anteilswerte von 16,4 Prozent. Europäische Rentenfonds lagen mit 4,16 Prozent leicht über ihrem durchschnittlichen Kupon und die Geldmarktfonds bildeten mit 2,02 Prozent das Schlusslicht auf der Performanceskala.

Der Anteilsabsatz von 20,6 Mrd. Euro teilte sich 2005 gleichmäßig auf Publikumsfonds und institutionelle Fonds auf. Bei den Fondskategorien waren auch 2005 wieder die Rentenfonds zusammen mit den Geldmarktfonds und gemischten Fonds die Favoriten bei den Anlegern (15,6 Mrd. Euro Absatz). In Aktienfonds flossen lediglich 920 Mio. Euro. Die Fonds für Alternative Investments konnten einen Absatz von knapp über 4 Mrd. Euro erreichen.

Immobilienfonds mit starker Performance
Gut positionieren konnten sich auch die Immobilienfonds. Die vier österreichischen Immobilieninvestmentfondsgesellschaften konnten ihr Volumen mehr als verdoppeln und wiesen zum Jahresende eine Steigerung des Fondsvolumens gegenüber 2004 von 455,85 Mio. Euro auf insgesamt 1,082 Mrd. Euro auf.

Neu aufgelegt wurden im Vorjahr 215 Fonds, 103 davon im institutionellen Bereich und 112 als reine Publikumsfonds. Insgesamt verwalten die 23 österreichischen Kapitalanlagegesellschaften 2.083 Wertpapierfonds, davon 985 reine Publikumsfonds, 405 Großanlegerfonds und 693 Spezialfonds.

In Aktienfonds waren 16,2 Prozent (nach 15,2 Prozent) der gesamten Fondsvolumina veranlagt, in gemischte Fonds 25,3 (26,5), in Rentenfonds 45,9 (49,5) Prozent, in Geldmarkt Fonds 8,8 (8,2) Prozent und in Alternative Fonds 3,8 (0,6) Prozent.
(apa)