15-jähriger an Meningitis gestorben: 240 Schüler durften das Gebäude nicht verlassen

Todesfall in der Tourismusschule Bischofshofen

Ein 15-jähriger Schüler der Tourismusschule in Bischofshofen an Meningitis gestorben. Das bestätigte der Salzburger Landessanitätsdirektor Christoph König. Die anderen 240 Schüler durften deshalb die Schule nicht verlassen und wurden mit vorbeugenden Medikamenten versorgt.

Der 15-jährige Philipp ließ sich von seinem Vater aus dem Internat in Bischofshofen abholen, weil er sich mit Anzeichen einer Grippe nicht wohlfühlte. "In der Früh sind Zeichen dieser schweren Infektion aufgetreten", sagte König. "Obwohl unverzüglich eine intensivmedizinische Versorgung eingeleitet wurde, ist das Kind verstorben."

Wo sich der 15-Jährige angesteckt hat, sei kaum zu klären, so König: "Das Problem ist, dass man in den meisten Fällen keine konkrete Quelle findet, weil ein relativ hoher Prozentsatz von gesund erscheinenden Menschen Dauerträger diese Krankheitserregers - der Meningokokken - ist."

Er schätzt das Risiko für die anderen Schüler aber als gering ein: "Diese Meningokokken-Infektionen sind praktisch immer sporadische Fälle. Das heißt: Sie treten vereinzelt auf, und es kommt fast nie vor, dass es eine Übertragung im unmittelbaren Umfeld gibt. Es ist das Menschenmögliche nach dem Stand der Wissenschaften getan worden."

(apa)