100.000 Gratisbücher in Wien: John Irvings
"Lasst die Bären los" wird jetzt verteilt!

Häupl: "Ich wünsche ein großes Lesevergnügen"

100.000 Gratisbücher in Wien: John Irvings
"Lasst die Bären los" wird jetzt verteilt!

Im Rahmen der Aktion "Eine Stadt. Ein Buch", die schon ins vierte Jahr geht, hat Bürgermeister Michael Häupl in der Wiener Hauptbücherei einen über fünf Meter hohen Bücherturm enthüllt. 100.000 Exemplare von John Irvings Erstwerk "Laßt die Bären los!" werden gratis in Wiener Buchhandlungen, Filialen der Büchereien Wien und der CA-BA, in den Wiener Volkshochschulen, im ORF-Funkhaus, über die Österreichische Hochschülerschaft, die Fernwärme Wien sowie in fast allen Wiener Bezirksvorstehungen verteilt.

Im Rahmen der Aktion "Eine Stadt. Ein Buch", die schon ins vierte Jahr geht, hat Bürgermeister Michael Häupl in der Wiener Hauptbücherei einen über fünf Meter hohen Bücherturm enthüllt. 100.000 Exemplare von John Irvings Erstwerk "Laßt die Bären los!" werden gratis in Wiener Buchhandlungen, Filialen der Büchereien Wien und der CA-BA, in den Wiener Volkshochschulen, im ORF-Funkhaus, über die Österreichische Hochschülerschaft, die Fernwärme Wien sowie in fast allen Wiener Bezirksvorstehungen verteilt.

Die Popularität des Schriftstellers und die intensive Promotion der vergangenen Wochen zogen Hunderte Interessierte an, die sich Gratis-Exemplare sichern und den Bürgermeister treffen wollten. In seiner kurzen Ansprache vor der Enthüllung des gewaltigen Bücherturms wünschte er "ein großes Lesevergnügen und dass Sie das Buch auch bereichert wieder weglegen oder weiterempfehlen." Außerdem erklärte Häupl die Beweggründe hinter der Aktion: "Wien war schon immer eine Stadt der Literatur. Durch den Wahnsinn des Nationalsozialismus wurden viele Wissenschafter und Künstler vertrieben und ermordet. Wir hoffen hier wieder etwas aufzugreifen, das durch die Nazis unterbrochen wurde."

Wie schon in den Jahren zuvor, mit Frederic Mortons' "Ewigkeitsgasse", "Schritt für Schritt" von Imre Kertész und Johannes Mario Simmels "Das geheime Brot", wurde mit Irvings Buch wieder ein Werk gewählt, das sich mit der NS-Vergangenheit der Stadt Wien beschäftigt. Irvings erster Roman wurde davon inspiriert, dass die Wiener die Zootiere bei Kriegsende teils unter großer Gefahr in Sicherheit brachten. In weiteren Erzählsträngen schilderte er, wie zwei Studenten der Universität Wien die Nachkriegszeit erlebten, und anhand der aufgezeichneten Lebensgeschichte der Vorfahren eines der Protagonisten gelingt es Irving, einen überraschend genauen Einblick in die österreichische Zeitgeschichte zu vermitteln. Irvings Beziehung zu Wien entstand durch einen Studienaufhalt 1963. Auch in späteren Romanen beschreibt Irving immer wieder die Stadt und macht sie zum Schauplatz seiner Romane.

Der vom Ringen begeisterte Schriftsteller wurde 1942 im US-Staat New Hampshire geboren und gelangte mit Bestsellern wie "Hotel New Hampshire", "Garp" oder "Owen Meany" zu internationalem Ruhm. Mit der Drehbuchversion seines Romans "Gottes Werk und Teufels Beitrag" gewann er 2000 einen Oscar. Aufsehen erregte Irving im Vorjahr, als er sich als Opfer sexuellen Missbrauchs outete. Diese traumatische Kindheitserfahrung verarbeitete er im kürzlich erschienenen Buch "Bis ich dich finde" auf 1140 Seiten. (apa/red)