1. Metaller-Lohnrunde verläuft ergebnislos:
Nächste Verhandlung für 17. 10. angesetzt

Bisher kam es zu keinen konkreten Zugeständnissen 3,4% Teuerung soll jedenfalls abgegolten werden

1. Metaller-Lohnrunde verläuft ergebnislos:
Nächste Verhandlung für 17. 10. angesetzt © Bild: DPA/Kleefeldt

Die erste Verhandlungsrunde für den Metaller-Kollektivvertrag 2008 ist wie erwartet ohne Einigung zu Ende gegangen. Konkrete Zugeständnisse habe es noch keine gegeben, es sei lediglich über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beraten worden, hieß es von beiden Seiten. Das Gespräch sei in angenehmer Atmosphäre verlaufen, die nächste Verhandlungsrunde wurde für den 17. Oktober angesetzt. Das erste "Beschnuppern" heute dauert kürzer als erwartet, nach sechs Stunden ging es für Arbeitgeber- wie -nehmer ins Wochenende.

Das Feilschen um Prozente und Einmalzahlungen stand im Zeichen sinkender Wirtschaftsprognosen und der weltweiten Finanzkrise, aber auch einer weiterhin hohen Inflation und voller Auftragsbücher im laufenden Jahr. Im Vorjahr einigten sich die Sozialpartner auf eine Erhöhung der Mindestlöhne um 3,6 Prozent und der Ist-Löhne um 3,5 Prozent. Zu dieser nachhaltigen Erhöhung kam eine erfolgsabhängige Einmalzahlung von bis zu 200 Euro, wodurch die Lohnerhöhung unterm Strich rund vier Prozent betrug. Im vergangenen Jahr waren drei Verhandlungsrunden und zuletzt ein 17-stündiger Sitzungsmarathon für eine Einigung erforderlich.

3,4% Teuerung wird abgegolten
In der ersten Verhandlungsrunde für den Metaller-Kollektivvertrag 2008 sind die beiden Parteien bisher übereingekommen, eine Jahresteuerung von 3,4 Prozent abzugelten - das sei die Basis für die weiteren Verhandlungen, berichtet das ORF-Abendjournal. Zur Erfolgsbeteiligung wurde noch nicht gesprochen.

Heuer begannen die Verhandlungen unter denkbar schlechten Vorzeichen. Wifo und IHS haben ihre Wachstumsprognose für 2009 im Vergleich zur Juni-Prognose deutlich nach unten revidiert. Das Wifo rechnet nun nur mehr mit einem Plus von 0,9 Prozent, das IHS von 1,2 Prozent. Die Folge seien leicht steigende Arbeitslosenzahlen, so die Wirtschaftsforscher.

Metaller-Lohnerhöhung Richtschnur für andere Branchen
Von dem Verhandlungsergebnis sind 106.500 Arbeiter, 62.000 Angestellte und 9.800 Lehrlinge betroffen. Die Metaller-Lohnerhöhung gilt als Richtschnur für alle anderen Branchen, allerdings ist ihre Bedeutung in den vergangenen Jahren zurück gegangen. Die Arbeitgeberseite wird von Hermann Haslauer, Geschäftsführer der oberösterreichischen Werkzeugschmiede Leitz, und Christoph Hinteregger, Sektionsobmann Industrie der Wirtschaftskammer Vorarlberg, vertreten, Verhandlungspartner der Beschäftigten sind Erich Foglar von der Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung und Angestellten-Verhandler Karl Proyer von der GPA-DJP.

(apa/red)

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